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Node Forum for Digital Arts
 

Node Forum for Digital Arts

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Eine Woche voll digitaler Kunst und Kultur

Foto: Node Forum
Foto: Node Forum
Das Node Forum for Digital Arts verwandelt Mousonturm und Naxoshalle von Montag an in Zukunftsorte: Es wird diskutiert, informiert, getanzt, gespielt. Gut 90 Veranstaltungen sind geplant.
"The future will be confusing", steht draußen am Mousonturm. Was für ein schönes Motto das auch für das Node-Forum wäre. Dort geht es von Montag an kurz gesagt um digitale Künste.

Wenn am Montagabend das Node Forum eröffnet wird, dann beginnt ein Veranstaltungsreigen, der es in sich hat. Schon der Ursprung ist technisch-künstlerischer Natur: Die Programmierumgebung vvvv wird vor allem von Theatermachern, Musikern und Künstlern genutzt, um visuelle Effekte live zu programmieren. Sie hilft so etwa visuell beeindruckende Bühnenbilder zu erschaffen – und zum Node Forum treffen sich auch angehende und fortgeschrittene Entwickler dieser Programmiersprache. Dies aber ist nur der Nukleus, in 50 Workshops in der Naxoshalle tauschen sich die Experten aus, gut 300 von ihnen haben sich bereits angemeldet; sie kommen aus aller Herren Länder, wie Organisator David Brüll sagt. Konferiert wird deshalb auch in englisch. Highlight sind vier Workshops Workshops, die sich mit digitaler Fabrikation und Sensorik beschäftigen: “Knitting with vvvv” zeigt zum Beispiel, wie man Strickmaschinen mittels vvvv so programmieren kann, dass sie komplexeste Muster umsetzen. Einzug in die Modebranche. „Die Fashion Branche wird so Erfüllungsgehilfe der vernetzen Intelligenz“, heißt es in der Ankündigung.

Gleich gegenüber im Mousonturm finden derweil Vorträge, Performances, Konzerte, Partys statt – auch eine umfangreiche Kunst-Ausstellung ist geplant. Das Thema „Wrapped in Code – The future of the informed body“ könnte nicht aktueller gewählt sein, fast parallel zum Erscheinen der Apple Watch, die beständig den Körper seines Trägers überwacht, fast parallel zum jüngsten Geheimdienstskandal, bei dem herauskam, dass der Bundesnachrichtendienst den US-Amerikanern die Wirtschafts- und Rüstungsspionage erleichtert. „Der Körper kann digital vermessen, gesteuert und optimiert werden“, sagt David Brüll. Wie verändert das unsere Selbstwahrnehmung?

Die Ausstellung versammelt Positionen etlicher internationaler Künstler. Lauren McCarthy und Kyle McDonald haben eine Software geschrieben, die das Node Forum in ein Gruppen-Experiment verwandeln soll: Die App optimiert die Freundeslisten sozialer Netzwerke entsprechend des Bio-Feedbacks der Benutzer, sie ermittelt anhand von Körpersignalen unter den Besuchern, wer wem guttut und bildet so Beziehungspaare.

Darüber hinaus zeigt die Schau künstlerische Positionen, die Visionen für den Einsatz von Virtual-Reality-Geräten wie Oculus Rift entwickeln. So erproben BeAnotherLab in ihrer „Machine to be Another den virtuellen Körpertausch. In einer andere Haut zu schlüpfen, wer wollte das nicht schon einmal probieren? Eine Technik übrigens, die die Künstler auch schon an Palästinensern und Israelis ausprobierten.

Zentraler Veranstaltungstag wird der kommende Donnerstag. Von 10 Uhr an findet das Symposium „Wrapped in code“ statt, dort sollen verschiedenste Blickwinkel auf den informierten Körper zusammengetragen werden. An das Symposium schließt sich ein Konzert des britischem Live-Coders Sam Aaron und des Kölner Pianisten Gregor Schwellenbach an. Für Node spielt Schwellenbach
auf einem Instrument, dessen Konzept erstmalig 1397 urkundlich erwähnt ist und in dessen Tradition und Evolution über 600 Jahre zurückreicht, Sam Node begleitet das für die Kammermusik entwickelten Instrument mit einem Texteditor – es beginnt alles mit einem schwarzen Bildschirm. Das Konzert mündet schließlich in eine Party, auch der traditionelle Tanz in den Mai im Mousonturm steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Digitalen.

Ein Höhepunkt des Festivalprogramms findet gleich am Eröffnungsabend statt: Die multimediale Tanzperformance Movement C des österreichischen Medienkünstlers Ulf Langheinrich und
der chinesischen Choreografin und Tänzerin Yuebing Luo fügt sich unmittelbar in die Thematik des Festivals ein und zeigt dem Besucher durch den massiven Einsatz von Licht, Klang und 3D-Projektionen die kognitiven Grenzen des Körpers auf.

Hier eine audiovisuelle Zusammenfassung der vergangenen Node im Jahr 2013:

NODE13 - Forum for Digital Arts, Documentary from NODE Forum for Digital Arts on Vimeo.



>> Node 15 Forum for Digital Arts
27.4.–3.5., Mousonturm und Naxoshalle, Infos und Tickets: node15.vvvv.org

Anlässlich von Node 15 verlosen wir jeweils 5x1 Merch-Paket.
Sowie 2x2 Karten für das Konzert "Repetative Beats mit Sam Aaron und Gregor Schwellenbach" am 30.4. um 21.30 Uhr.
 
27. April 2015, 11.58 Uhr
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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