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Mein Tag beim Film

Dino Matula und Anwalt...war eigentlich gar nicht so sehr beim Film, denn bei den Dreharbeiten der Kultkrimiserie "Ein Fall für zwei – Mord im Museum“ konnte ich leider nicht zuschauen. Zu eng war das Büro des Museumsleiters, der Ort des Geschehens.

Spannend war es trotzdem - fing doch mein Besuch im Frankfurter Senckenbergmuseum damit an, das ich versehentlich geradewegs an der Presse vorbei in den „V.I.P“ – Raum spazierte. Dort bot man mir einen Kaffee an und fragte mich schließlich nach meiner Komparsenrolle. Ich erklärte einem „Polizisten“ das kleine Missverständnis und er führte mich unaufgefordert kurz am Drehort herum. Solche netten Polizisten sollte es mal außerhalb von TV und Kino geben. Nach dem kleinen Rundgang traf ich die Pressekollegen, im großen Raum des Senckenbergmuseums, zwischen den Dinosaurierskeletten. Dort warteten schon die Hauptdarsteller von "Ein Fall für Zwei", der Privatdetektiv Josef Matula (Claus Theo Gärtner) und der Rechtsanwalt Dr. Lessing ( Paul Frielinghaus).

Zunächst sind die Fotografen am Zug: Sie schießen Bilder mit Matula und Lessing vor dem T-Rex und anderen Dinos. Und dan habe ich die Gelegenheit, den von allen Journalisten heiß umschwärmten Matula abzufangen. Er ist sehr nett, weist sogar andere Pressekollegen zurüc - sie möchten warten, bis unser Gespräch beendet ist. Er erzählt mir, dass er Frankfurt vor allem wegen seines internationalen Flairs sehr schätzt, dennoch sei es nur die Stadt in der er arbeite. Er lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Das ist auch die Stadt in der er seine freie Zeit verbringt und wo er sich zuhause fühlt. Wegen der Dreharbeiten im Rhein-Main-Gebiet hat er jedoch auch eine Wohnung in Wiesbaden, eine Stadt die er ebenfalls sehr mag. Die Rolle als Privatdetektiv Josef Matula mache ihm immer noch Spaß „sonst wäre ich schon längst nicht mehr dabei, aber sie haben recht“, sagt er mir „in einigen Jahren habe ich vor wieder dorthin zurück zu kehren, wo ich eigentlich hergekommen bin: ans Theater“. Matula muss wieder zu den Dinos und ich gehe zu seinem Kollegen Paul Friedlinghaus alias Dr. Lessing. Dieser läuft staunend zwischen den Dinoskeletten herum und erzählt mir vergnügt, dass er schon seit seinem 10. Lebensjahr nicht mehr im Senckenbergmuseum. Er ist ganz angetan von den Urtieren und erinnert sich, dass damals der Prontosaurus sein Lieblingstier gewesen ist. Warum gerade der? "Keine Ahnung ! Wahrscheinlich weil der besonders gefährlich war.“

Vom Spielort ist er also begeistert und solche außergewöhnlichen Drehplätze, wie Museen, finde er sowieso spannend und interessant. Die neue Krimi-Folge „Mord im Museum“ sei gut gemacht und er persönlich sei besonders auf die nächtlichen Dreharbeiten gespannt: "Das wird bestimmt gruselig“.

Plötzlich ruft jemand hinter uns: „Halt doch mal die Klappe!" Wir drehen uns um, da steht Ursula Lluckhaupt,  die Pressesprecherin und winkt mit einer Filmklappe. Sie braucht den Schauspieler für ein Foto mit dem Requisit. Den Witz hat Friedlinghaus bestimmt schon zum x-ten mal gehört, denke ich, aber er lacht und geht an die Arbeit. Kurz bevor die beiden Serienpartner in die Mittagspause verschwinden ruft Claus Theo Gärtner den noch wartenden Presseleuten entgegen: „Diesen Freitag um 20 Uhr eröffne ich mit einem Freund meine erste Galerie in Wiesbaden mit Werken in zeitgenössischer Kunst. Ich stelle dort auch eigene Bilder aus.“ Wir sollten auch alle dorthin kommen, dass sei mindestens genauso spannend, wie dieser Fototermin, sagt er noch, dann sind sie weg.
 
28. März 2007, 12.30 Uhr
Cora
 
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