eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: Barbara Walzer
Foto: Barbara Walzer

Internationales Theaterfestival

20 Jahre Sommerwerft

Vom 23. Juli bis 8. August feiert das Theaterfestival Sommerwerft seinen 20. Geburtstag an der Weseler Werft am Mainufer. Das Jubiläumsprogramm bietet rund 100 Einzelveranstaltungen und ist damit das umfangreichste in der Geschichte des Festivals.
Nachdem das Sommerwerft Theaterfestival im vergangenen Jahr in verkürzter Form, mit reduzierter Zahl der Besucher:innen und unter strengen Corona-Bedingungen umgesetzt werden musste, feiert es sein 20-jähriges Jubiläum in diesem Jahr mit deutlich mehr Gästen: Bis zu 2000 Menschen dürfen zeitgleich das Gelände an der Weseler Werft am Mainufer betreten. Mit rund 100 Einzelveranstaltungen rund um Theater, Performance, Musik, Poetry Slams, Open-Air-Kino, Workshops und vielem mehr ist das Programm im Jubiläumsjahr so üppig wie noch nie. Darüber hinaus gibt es wieder ein kulinarisches Angebot, ein Kinder- und Jugendtheater sowie den an drei Sonntagen geplanten „FLOWmarkt“. Neben den Veranstaltungen auf dem Festivalgelände trägt die Sommerwerft das Theater von Juli bis September mit der mobilen Theaterperformancegruppe „KlimaX“ auch in die Stadtteile und bietet kleinere Aufführungen.

Die insgesamt 17 Festivaltage an der Weseler Werft, vom 23. Juli bis zum 8. August, stehen unter dem Motto „Sichtbar machen”, das die Veranstaltenden vom Kulturverein protagon auf zwei Ebenen realisiert sehen: „Es geht einerseits darum, den Blick von der Ferne zurück hierher, in unseren lokalen Lebensraum zu lenken und die Vitalität und Vielfalt der hiesigen Kulturlandschaft zu stärken”, erklärt Bernhard Bub, künstlerischer Leiter des Festivals. So werden in diesem Jahr überwiegend Künstler:innen aus Frankfurt und Hessen auf der Bühne zu sehen sein. „Sichtbar machen” bedeute aber auch, den Blick zu schärfen für die brennenden politischen und sozialen Fragen, die derzeit mehr Aufmerksamkeit brauchten und auch in der Darstellenden Kunst den Diskurs lostreten könnten, so Bub.

In Kooperation mit dem Gesundheitsamt wurde ein Hygienekonzept entwickelt, das laut den Veranstaltenden ein „uneingeschränktes Festivalerlebnis bei höchstmöglicher Sicherheit garantieren“ soll. In dessen Rahmen wurde das Festivalgelände in diesem Jahr wieder eingezäunt. Des Weiteren dürfen nur vollständig Geimpfte, negativ Getestete sowie Genesene das Areal betreten. Vor dem Eingang wird es eine Teststation für kostenlose Schnelltests geben; mehr Platz auf dem Gelände und viele Sitzmöglichkeiten sollen zudem die Einhaltung der Abstände ermöglichen, auf die auch ein sogenanntes „Care-Team“ hinweisen wird. Eine Maskenpflicht wird es dagegen nicht mehr geben.

Auch Musik gehört zur Sommerwerft immer dazu. Bis vor zwei Jahren gab es die jeden Tag im kuscheligen Beduinenzelt. Dort ließen sich die poetischen Mottos, die Sepp’l Niemeyer als Programmverantwortlicher den Abenden gab, immer trefflich umsetzen. Die Mottos gibt es auch 2021, heißen etwa „In den Sand geschrieben“, „Von Traumtänzern und Nachtgestalten“ oder „Verborgene Zeichen“; nur wie schon im ersten Corona-Sommer spielen die vierzig Acts an den fünfzehn Abenden an der Weseler Werft unter freiem Himmel.

Auf der Akustikbühne stehen unter anderen Uncle Maze, Salma mit Sahne, Maly macht Musik, Sammy Milo, The Slags oder sun’s sons. Den durch die anhaltende Pandemie forcierten Ohnmachtsgefühlen gilt es pulsierendes Leben an einem lebendigen Ort entgegenzusetzen. Durchatmen, staunen, sich inspirieren lassen, heißt das Angebot.

Das musikalische Finale bleibt traditionsgemäß den deutschen Jazzrock- und Weltmusik-Pionieren von Embryo vorbehalten. Der 2018 verstorbene Bandgründer und Freigeist Christian Burchard fühlte sich dem Aktionstheater immer sehr nahe und verbunden. Seine Tochter Marja führt die Band weiter und bleibt dem Theaterensemble Antagon freundschaftlich verbunden. Das gesamte Festivalprogramm und Hinweise zum Hygienekonzept finden Interessierte unter www.sommerwerft.de.
 
20. Juli 2021, 11.25 Uhr
mad/dk
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
Eineinhalb Jahre nach der ursprünglich geplanten Aufführung zeigt das Theater Willy Praml Edward Albees Bühnen-Klassiker „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Es ist Michael Webers erste Regiearbeit.
Text: Elena Zompi / Foto: Seweryn Zelazny
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
18. September 2021
Journal Kultur-Tipps
Klassik / Oper/ Ballett
  • Norma
    Oper Frankfurt | 18.00 Uhr
  • hr-Sinfonieorchester
    Stadttheater Gießen | 20.00 Uhr
  • Delian Quartett
    Schloss Johannisburg | 20.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Quichotte
    Hessisches Staatstheater Wiesbaden | 19.30 Uhr
  • Der kleine Prinz
    Velvets Theater | 20.00 Uhr
  • Sommersprossen – oder die Verwunderung des Menschseins
    Gallus Theater | 20.00 Uhr
Kinder
  • Stein auf Stein
    Theaterhaus | 17.00 Uhr
  • Drollo und Drollolinchen
    Frankfurter Puppentheater – Haus Sindlingen | 15.30 Uhr
  • Krümel und Stelze
    Mainzer Kammerspiele | 11.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Tapeworms und Daens
    Hafen 2 | 19.30 Uhr
  • Tobias Weindorf Trio
    Stadtkirche | 19.30 Uhr
  • LandesJugendJazzOrchester Hessen
    Wasserburg | 12.00 Uhr
Kunst
  • Ersatzkunst in Frankfurt. Die Wüsten-Jahre 1975-1985
    AusstellungsHalle | 14.00 Uhr
  • Facing Britain
    Kunsthalle Darmstadt | 11.00 Uhr
  • Gerald Domenig und Thomas Bechinger
    Kai Middendorff | 11.30 Uhr
Kinder
  • Pop-Up Dinner – Vom Acker auf den Tisch
    Dottenfelderhof | 16.00 Uhr
  • Drollo und Drollolinchen
    Frankfurter Puppentheater – Haus Sindlingen | 15.30 Uhr
  • Krümel und Stelze
    Mainzer Kammerspiele | 11.00 Uhr