Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
 

0

Hassliebe

An den bunten Graffitis in den Städten scheiden sich seit eh und je die Geister. Die kontroversen Meinungen zum Thema führen aber auch oft zu Widersprüchen, die einen am Sinn der ewigen Diskussion „Kunst oder Schmiererei“ zweifeln lassen.
Einerseits wurde für die illegalen Beschriftungen inzwischen ein eigener Straftatbestand ins Strafgesetzbuch eingeführt, um die ‚Künstler’ besser dingfest machen zu können und das illegale Sprayen zu unterbinden. Andererseits werden anderenorts Sprayer engagiert, um hässliche (Beton-)Flächen, zum Teil auch im öffentlichen Auftrag, zu verschönern.

Gefällt Graffiti uns jetzt also oder lieber doch nicht?

the city loves you

Einen vermutlich ungewollten neuen Anstoß zu dieser Frage gibt jetzt eine Broschüre, die zusammen vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der IHK und dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main herausgegeben wurde. In dem Heft „Zwölf gute Gründe für die Innenstadt“, wird für die Zukunftsfähigkeit der Innenstädte geworben. Es sollen spezielle Veranstaltungen und Konzepte dazu beitragen, die Zentren wieder mehr zu beleben. Geplant ist eine Verbindung von Kunst, Kultur und Kommerz, die das Einkaufsverhalten der Menschen prägen soll. So weit eine schöne Idee. Etwas befremdlich wirkt dann aber doch, dass auf dem Titel der Broschüre neben einer Stadtansicht ein großes Bild von einem (illegalen) Graffiti aus dem Bahnhofsviertel zu sehen ist. Das Graffiti zeigt das Bild einer Frau und den Aufdruck ‘The city loves you’.
Und das, wo „die City“ diese Form von Kunst doch gerade nicht zu lieben scheint und sie im Gegenteil mit allen strafrechtlichen Mitteln zu bekämpfen sucht und dennoch entstandene Bilder so schnell wie irgend möglich entfernen möchte.

Zumindest ich, als Betrachterin der Broschüre frage mich da verwirrt:
Wer liebt denn nun wen?
 
20. August 2007, 13.35 Uhr
Janine Denne
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Die Veranstaltungsabsagen aufgrund der Corona-Pandemie führen zu enormen Einnahmeverlusten bei den freien Kunstschaffenden. Das ergab eine Umfrage des Landesverbands freie Darstellende Künste Hessen. Bis zum Sommer könnten Schäden in Millionenhöhe entstehen. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Felix Mooneeram/unsplash
 
 
Spendenaufruf aus Offenbach
0
Den Hafen schultern!
Das wunderbare Konzert von Heather Woods Broderick vor genau zwei Wochen war das letzte Live-Event für unabsehbare Zeit. Dabei hatte man sich gerade im Hafen 2 schon auf die Open-Air-Konzerte bei schönem Wetter gefreut. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
Wolf Schubert-K. im Livestream
0
Blick hinter die Kulissen
Sein Freund Matze Schmidt von den Devilish DoubleDylans hat es mit dem Duo Klein & Glücklich vorgemacht, jetzt folgt auch Wolf Schubert-K. und bietet am Donnerstag ein Live-Stream-Konzert bei Facebook an. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
 
Viele Einrichtungen in Frankfurt haben ihr digitales Angebot ausgebaut, um die Menschen weiterhin mit Kunst und Kultur zu versorgen. Auf der Internet-Plattform „Kultur auf dem Sofa“ des Kulturamts werden ab sofort alle Angebote gesammelt. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Adrien Tutin yriat/ Unsplash
 
 
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise stellen viele Kulturbetriebe vor große Herausforderungen – darunter auch das Papageno Musiktheater am Palmengarten. Zwei Schülerinnen haben einen Spendenaufruf gestartet, um das Theater zu unterstützen. – Weiterlesen >>
Text: Sina Eichhorn / Foto: Papageno Theater
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  684