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Happy Birthday Elvis
 

Happy Birthday Elvis

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Preslisa fühlt sich in seiner Stimme zuhause

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Die Rubrik „Mein Frankfurter Alltag“ ist in der Januar-Ausgabe des JOURNAL FRANKFURT der Musikerin Steffi Tauber alias Preslisa gewidmet. Sie feierte den 85. Geburtstag des „King of Rock’n’Roll“. Für sie gilt: Elvis forever!
Eigentlich ist meine Mutter an meiner Faszination für Elvis Presley schuld. Ich war acht Jahre alt und durchforstete ihre Plattensammlung. Dabei stieß ich auf ein Cover von Elvis und dachte: Wie kann ein Mann nur so schön aussehen? Ich war ihm sofort verfallen. Als ich dann die Platte auflegte und seine Stimme hörte, merkte ich, dass es noch viel interessanter ist ihm zuzuhören, statt ihn nur anzuschauen. Meine Mutter war zwar keine Elvis-Fanatikerin, aber doch Fan genug, um in der Schule „Elvisa Preslisa“ genannt zu werden – einen Teil davon habe ich mir dann für meine eigenen musikalischen Aktivitäten als Pseudonym ausgeliehen. Ich schaute mir so viele Elvis-Filme an, wie ich konnte, kaufte seine Platten und genoss es, meine Uncoolness gegen die Beatles- und Stones-Fans zu verteidigen. So um die Jahrtausendwende zog ich nach Berlin, begann ein Amerikanistik-Studium und fing auch an, mich nebenbei um die Schauspielerei zu kümmern. Ich beschloss, meine Magisterarbeit über Elvis zu verfassen und stieg wieder voll auf ihn ein, diesmal auf wissenschaftlicher Ebene, was noch mal ganz neue Aspekte hervorbrachte. Danach schrieb ich mich auf einer renommierten Schauspielschule ein. Dort gab es Gesangsunterricht, und als ich mich dann endlich mal getraut hatte, merkte ich: Man hört mir gerne zu. Ich kaufte mir eine Ukulele und fing an, mit gecoverten Elvis-Songs – witzigerweise alles Lieder aus seinen Filmen – live aufzutreten. Das sprach sich herum, ich wurde bei Konzerten als Vorprogramm gebucht und nahm meine erste CD auf. Alles sollte nicht so perfekt sein, sondern einen gewissen Lo-Fi-Charme behalten, das war mir wichtig. Im April 2008 kehrte ich dann nach Frankfurt zurück, um hier Theater zu spielen. Kurz danach bekam ich die Diagnose Multiple Sklerose. Die MS ist seither ein bestimmender Teil meines Lebens geworden, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Ich trete auch nicht mehr viel live auf, weil das eher beschwerlich geworden ist. Aber ich bin 2017 das erste Mal nach Memphis, Tennessee gereist: Das kam für mich einer spirituellen Erfahrung gleich. Ich nahm sogar sechs Songs in den Sun-Studios auf, wo Elvis damals seine ersten Platten machte. Die möchte ich jetzt, im Zuge von Elvis‘ 85. Geburtstag am 8. Januar, per Crowdfunding veröffentlichen. Manchmal werde ich gefragt: Reicht’s dir nicht irgendwann mit Elvis? Nein, nie! Ich höre ihn zwar nicht jeden Tag. Aber wenn ich ihn laufen lasse, fühle ich mich in seiner Stimme zuhause. Die Laune oder die Situation kann vorher noch so unangenehm gewesen sein: Wenn ich Elvis anmache, ist alles gut.

Hier können Sie das Projekt „Preslisa – The Complete SUN Session“ unterstützen und Preslisa bei der Realisierung ihres Traumes behilflich sein: www.kickstarter.com/projects/770672508/preslisa-the-complete-sun-session
 
13. Januar 2020, 10.27 Uhr
Aufgezeichnet von Andreas Dosch
 
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