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Grammy-Nominierungen für hr-Bigband
 

Grammy-Nominierungen für hr-Bigband

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Unverhofft kommt oft

Foto: Anna Longworth
Foto: Anna Longworth
Freudige Nachrichten aus dem Hessischen Rundfunk. Die beiden CD-Produktionen „Holy Room“ mit der Sängerin Somi sowie „Songs You Like A Lot“ mit John Hollenbeck sind für die Grammy Awards 2021 nominiert worden. Da heißt es wieder einmal: Daumen drücken.
Die CD „Holy Room“ von Somi geht ins Rennen um das „Best Jazz Vocal Album“, die Produktion „Songs You Like A Lot“ von John Hollenbeck um das „Best Large Jazz Ensemble Album“ bei den diesjährigen Grammy Awards. „Wir freuen uns riesig, dass diese beiden Produktionen in diesen wichtigen Kategorien nominiert sind“, so der Orchestermanager der hr-Bigband, Olaf Stötzler. Für die hr-Bigband sind es bereits die Nominierungen Nummer drei und vier. „Mit Somi haben wir zum ersten Mal zusammengearbeitet, umso schöner ist diese Nachricht für uns. Jetzt heißt es, wie schon beim letzten Mal, Daumen drücken und hoffen, dass der Grammy endlich seinen Weg nach Hessen finden wird.“ Am 31. Januar werden also alle im Funkhaus am Dornbusch gespannt auf die Nachrichten aus Los Angeles warten.

Mit John Hollenbeck trifft es einen alten Bekannten der hr-Bigband. Das Album „Songs You Like A Lot“ ist das letzte Kapitel einer Album-Trilogie der hr-Bigband mit dem renommierten US-Komponisten. Mit dem Sänger Theo Bleckmann und der Sängerin Kate McGarry hatte das Team zwei Asse im Ärmel. Wie sie ihre „Lieblingslieder“ neu interpretierten, ist aller Ehren wert. Auch eine Auszeichnung durch die Recording Academy in L.A. Ein echte Überraschung ist die Nominierung von „Holy Room“. Als die hr-Bigband die US-Amerikanerin Somi im Mai 2019 in die Frankfurter Alte Oper einlud, dachte noch keiner daran, das Konzert als Livealbum herauszubringen. Somi selbst hatte während der ersten Tage des Lockdowns im Frühjahr 2020 die Idee, die Aufnahme zu veröffentlichen und der Hessische Rundfunk ließ sich nur zu gerne darauf ein.

„Allein der Sound dieses einmaligen Zusammentreffens hat mich zutiefst berührt und getröstet“, lässt Somi wissen. Für sie ist das Album auch eine Hommage an die „Heiligkeit des Kulturraums“, an die Bedeutung der Livekultur. Ein überaus wichtiges Statements in Zeiten wie diesen. Dieses Album sei ein einfaches Angebot an Mut“, auch „etwas Hoffnungsvolles, etwas Heiliges“ sagte sie zur Veröffentlichung. „Seit der Pandemie habe ich viel über die Schnittmenge von Live-Geschichtenerzählen, öffentliche Zusammenkommen und der Wahl, die wir alle haben, ein aktiver Zeuge zu sein, nachgedacht“, so Somi weiter. „Was bedeutet es für eine afrikanische Frau, auf einer europäischen Bühne zu stehen und die Geschichten aus ihrem Herzen zu schreien? Was bedeutet es für eine kulturelle Institution, Raum für diese Geschichten frei zu halten, damit sie gehört und gefeiert werden können?“ Zu ihren musikalischen Helden:innen gehören übrigens unter anderem Hugh Masekela, Baaba Maal, Angelique Kidjo, Herbie Hancock, Dee Dee Bridgewater, Randy Weston und Dianne Reeves. „Jede/r von ihnen hat mich über Demut, Großzügigkeit des Geistes und das Finden von Freiheit in der Musik gelehrt“, erzählte sie im Interview mit Sunday Times.
 
26. November 2020, 12.10 Uhr
Detlef Kinsler
 
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