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Goethe-Haus

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Romantische Vorweihnachtszeit

Das Freie Deutsche Hochstift hat seinen zweiten Adventskalender herausgebracht. Daran lassen sich „Fenster zur Romantik“ öffnen. Der Erlös kommt dem Museums-Projekt zugute.
Zwei Wochen nachdem das Freie Deutsche Hochstift eine Anthologie mit den schönsten Texten der Romantik vorgestellt hat, gibt es nun einen Adventskalender, an dem sich 24 „Fenster zur Romantik“ öffnen lassen. Die dahinter liegenden Bilder verweisen auf eine Seite im Begleitheft, in dem man Gedichte, Briefe und Romanauszüge lesen, sowie sich Reproduktionen von Gemälden, Drucken und Handschriften ansehen kann. Enthalten sind vor allem bekannte Texte von Romantikern, wie Eichendorffs Gedicht „Wünschelrute“, das Volkslied „Wenn ich ein Vöglein wär“ aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ sowie der Anfang des Novalis-Romans „Heinrich von Ofterdingen“.

Daneben finden sich auch einige Texte von Goethe wie die Gedichte „Heidenröslein“ und „Kennst du das Land ...“. „Goethe hat mit der Romantik viel zu tun“, sagt Joachim Seng, Leiter der Bibliothek im Hochstift und Autor der Kommentare im Begleitheft. Es gehe um eine Perspektive auf die Romantik vom Goethe-Haus aus. „Wir wollen damit einen neuen Blick auf Goethe gewinnen“, sagt Anne Bohnenkamp, Leiterin des Hochstifts. Das Haus sei ein „Sehnsuchtsort der deutschen Romantik“. Im allgemeinen Bewusstsein gelte der Klassiker immer noch als Antipode der Romantik, was von der Forschung längst überholt sei. Aus europäischer Perspektive sei der Dichter der wichtigste Romantiker Deutschlands. Zudem biete der Adventskalender eine „Auswahl romantischer Schätze“, die im Archiv des Freien Deutschen Hochstifts gelagert werden, so Bohnenkamp. Einige der Texte beruhen auf Handschriften aus dem hauseigenen Archiv, die meisten Bilder sind ebenfalls im Besitz des Goethe-Hauses. In jedem Fall gibt es einen Bezug zum Bestand.

Der erste Adventskalender des Goethe-Hauses, der vor zwei Jahren erschien, war für Kinder vorgesehen, nun sollen mehr Erwachsene angesprochen werden. Denn dieses Mal ist er Teil der Kampagne für das Deutsche Romantik-Museum, das neben dem Goethe-Haus geplant ist und für dessen Bau das Hochstift insgesamt acht Millionen Euro selbst auftreiben muss, seit sich die Stadt Frankfurt sich aus der Finanzierung zurückgezogen hat. Sechs Millionen Euro sind nach Angaben von Bohnenkamp in den vergangenen Monaten gespendet worden. Da die Deutsche Bank die Auflage des Kalenders von 1200 Exemplaren finanziert hat, kommt der Erlös aus dem Preis von 9,95 Euro ganz dem Museum zugute.

Bohnenkamp betonte erneut, dass das Romantik-Museum abwechslungsreich und sowohl für das Fachpublikum als auch für die breite Öffentlichkeit bestimmt sein solle. Da das Hochstift viele Handschriften der Romantik horte, werde zwar die Literatur im Mittelpunkt stehen, es sollen aber im Sinne der Universalpoesie auch bildende Künste, Musik und Wissenschaft thematisiert werden.

Die Romantik wird auch in den nächsten Wochen einen Schwerpunkt des Hochstifts bilden. Am Sonntag, 17. November, wird im benachbarten Cantatesaal (ehemals Volkstheater) ein Benefizkonzert für das Museum stattfinden. Beginn ist um 17 Uhr. Am 1. Dezember wird die Ausstellung „Verwandlung der Welt“ eröffnet, in der es um die romantische Arabeske gehen wird.
 
11. November 2013, 18.00 Uhr
leg
 
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