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Emirsian in der Brotfabrik
 

Emirsian in der Brotfabrik

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Zwei Seelen wohnen ach! in seiner Brust.

Mit seinem Noise-Trio Harmful veröffentlicht der Frankfurter Sänger und Gitarrist Aren Emirze im März ein neues Album. Wer so lange nicht warten, und ihn zuvor nochmal allein und von der sensiblen Seite treffen will, der sollte am kommenden Samstag, den 26. Januar in die Brotfabrik kommen.
JOURNAL FRANKFURT: Früher gab es fein säuberlich getrennte Karrierephasen. Wenn Harmful in Kreativpause war, kam Emirsian zum Zuge und die jeweiligen CD-Veröffentlichungen wurden von Konzerten flankiert... Jetzt spielt Emirsian noch ein paar Nachzüglerkonzerte zur Doppelalbum-VÖ 2011 und knapp danach kommt das neue Harmful-Album mit Tournee. Laufen die Karrieren jetzt parallel und wie klappt das mit dem Umschalten?

Aren Emirze: Das Zepter wird jetzt fließend weitergereicht, wobei ich mit Emirsian keine Pause machen werde, sondern mich auf das nächste Album konzentriere, während ich mit Harmful parallel die Sau durchs Dorf treiben kann.

JOURNAL FRANKFURT: Das von der Brotfabrik im Dezember 2011 veranstaltete Konzert in der Dreikönigskirche war ein Risiko, das aufgegangen ist. Was für Erinnerungen hast Du an dieses Event?

Aren Emirze: Es war ein wunderschöner Tag, der leider zu schnell vorbei war. Viele glückliche Gesichter und eine traumhafte Location. Die Erleichterung nach dem Konzert war immens und befreiend. Bestimmt eines der Höhepunkt meiner musikalischen Lebensgeschichte, bis jetzt wohlgemerkt!!

JOURNAL FRANKFURT: Jetzt kommt eine fast identische, große Bandbesetzung in die Brotfabrik in einen intimeren Rahmen – sag doch mal ein paar Worte zu den Musikern, die in Hausen zu Dir stoßen... Ach ja: was den Stil/Sound von Emirsian betrifft. Da war mal zu lesen Merseyside trifft auf Westcoast und Kaukasus. Findest Du Dich da wieder?

Aren Emirze: Olli Rüger wird an der Gitarre sein, der auch für die Produktion meiner bisherigen Emirsian-Alben mitverantwortlich war. Regina Schmitz, ein Ausnahmetalent in der Frankfurter Musikszene am Bass und Gesang, und zwei Gäste aus Paris, die auch schon in der Dreikönigskirche dabei waren. Sevan Stepanian am Akkordeon und Manu, der Multiinstrumentsalist, der unter anderem das armenische Volksinstrument Duduk zum besten geben wird. Merseyside trifft auf Westcoast und Kaukasus, besser kann man es nicht formulieren.

JOURNAL FRANKFURT: Zwei Seelen wohnen ach! in seiner Brust. Nach der akustischen Reisen ist wieder mehr Lärm angesagt. Das Trio aus alten Schulkumpels hat eine Blutauffrischung erfahren. Warum und wie kam es zum prominenten Neugang?

Aren Emirze: Als Harmful 2010 in München spielten, stand der Promi-Schlagzeuger plötzlich im Publikum und später mit Chris am Merchandise-Stand. Ich kam dazu, und aus heiterem Himmel entstand ein Dreiecksgefühl, eine totale Energie, das war Wahnsinn. Ich dachte mir nur: Der Typ passt, mit dem willst du mal eine Harmful-Platte machen. Damals war noch gar nicht abzusehen, was mit Nico passieren wird, aber ich muss zugeben, dass ich schon damals ein bisschen geflirtet habe. Zwei Jahre später war es dann so weit, Nico verließ wegen seiner Neuorientierung die Band. Ich besorgte mir Flos Telefonnummer. Zu meiner Freude fühlte er sich sehr geehrt, denn auch wenn wir den kommerziellen Durchbruch nie in letzter Konsequenz hatten, sind wir für ihn eine Band mit einer guten Reputation und einem Standing in der Szene. Nach einer Nacht des Drüberschlafens rief er zurück und war dabei. Eine echte Erleichterung, denn für mich kam nur er in Frage.

JOURNAL FRANKFURT: Wie sind die weiteren Pläne des Aren Emirze mit seinen unterschiedlichen Projekten?

Aren Emirze: Als nächstes wird das Harmful-Album Ende Januar erscheinen und danach geht´s auf Tour im März. Später steht ein neues Emirsian-Album an. Wie das aussehen wird und auf welcher Sprache ich singen werde, muss ich noch herausfinden... Eins ist jedoch sicher, chinesisch wird es nicht.
 
24. Januar 2013, 16.15 Uhr
Detlef Kinsler
 
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