Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Die Party ist vorbei
 

Die Party ist vorbei

0

King Kamehameha schließt zum Jahresende

Der Beachclub bleibt, doch von der Hanauer Landstraße wird der Name King Kamehameha verschwinden. Ein neuer Club auf dem Uniongelände ist geplant – angeblich mit Unterstützung von Sven Väths Cocoon-Netzwerk.
Eigentlich hofften wir, den Begriff vom Ende einer Ära in diesem Jahr nicht noch einmal bemühen zu müssen. Das Living XXL: insolvent und geschlossen. Das Cocoon: Insolvent und geschlossen. Jetzt folgt das King Kamehameha. Nicht insolvent, aber zum Jahresende geschlossen. Kürzlich wurde noch eine neue Band vorgestellt, nachdem Teile der alten zum schärfsten Konkurrenten, dem Gibson-Club auf der Zeil abgewandert waren. Es war wohl nur ein letztes Aufbäumen. Der Donnerstag, schilderte King-Ka-Macher TIm Plasse dort, bliebe künftig externen Events vorbehalten. Firmenveranstaltungen, also. Beim gleichen Event stand sein Vermieter Ardi Goldman neben ihm und meinte, der Club stehe zur Vermietung frei. "Wenn jemand mit einem guten Konzept kommt, dann wäre das gut", sagte er. Dass der Club am legendären Donnerstagabend geschlossen hat, war aber schon ein Zeichen. "Es lohnt sich einfach nicht mehr", so Tim Plasse. "Wir müssen uns neu erfinden." Der Club war am 11. März 1999 eröffnet worden und zählte zu den festen Größen im Frankfurter Nachtleben.

Ardi Goldman glaubt im Gespräch mit dem Journal Frankfurt nicht, dass die Neueröffnung des Gibson Clubs allein für die Schließung des King Kamehameha verantwortlich ist. "Das begann schon vor fünf oder sechs Jahren", sagt er. Gleichwohl habe Clubmacher Madjid Djamegari auf ähnliche Konzepte gesetzt, wie das King Ka in seiner Anfangszeit. Kein Wunder, gehörte er doch zu den Gründern des Clubs auf dem Union-Gelände. "Programmatisch sind die Clubs zu vergleichen, doch das Gibson hat ja ganz andere Dimensionen", so Ardi Goldman.

Der Investor plant schon etwas Neues, was will er nicht sagen oder doch, vielleicht soviel: Die Idee, in der ehemaligen Brauerei wieder eine Brauereikneipe nach dem Vorbild des Alten Mädchens in Hamburg anzusiedeln, verwarf er. "Ich wollte damals einen Club auf dem Union-Gelände haben, einen richtigen Club." Der soll dort nun wieder neu entstehen. Die Planungen laufen schon.

Mit wem er beim neuen Club in der Hanauer Landstraße 190 zusammenarbeitet will Ardi Goldman nicht sagen. Szenekenner sind sich aber sicher, dass Mitarbeiter von Star-DJ Sven Väth damit betraut sind. Nach der Schließung des Cocoon-Clubs ist nun im Oktober auch die nicht von der Insolvenz betroffene Cocoon Music Event Gesellschaft mbH aus dem UFO an der Carl-Benz-Straße ausgezogen. Neue Adresse: das Union-Gelände mit Blick auf den bald leerstehenden Club. Dort soll es im kommenden Jahr wieder elektronischer zugehen, auch mithilfe der Cocoon-Booking-Agentur, die einige Dutzend DJs in der ganzen Welt vertritt.

Wie es beim King Kamehameha weitergeht ist indes noch nicht klar. Das Event- und Gastro-Geschäft soll fortgeführt werden, ebenso das hauseigene Partyboot. Auf dem King Kamehameha Beachclub in Offenbach könnte mit einigen Bauten auch ein Ganzjahresbetrieb realisiert werden. Entsprechende Überlegungen gibt es jedenfalls derzeit, der Vertrag mit der Stadtwerke Offenbach Holding wurde grade erst bis 2018 verlängert.
 
1. November 2013
Nils Bremer
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Pablo Held Trio bei Familie Montez
1
Eine der besten Gruppen im aktuellen Jazz
Noch bevor die Jazz Montez e.V. am 24. Oktober ihre Reihe „Jazz im AF“ mit acht Konzerten bis Mai 2020 startet, präsentiert sie am 13.10. noch das Pablo Held Trio im Stammhaus Kunstverein Familie Montez. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Nadine Heller Menzel
 
 
Museum Angewandte Kunst
0
Quer durch Norwegen
Anlässlich des Ehrengastauftritts Norwegens auf der diesjährigen Buchmesse zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung „House of Norway“ die verschiedenen Facetten des weiten Norwegens. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Jonas Mailand © Ingrid Torvund/Jonas Mailand
 
 
Auftaktkonzert im Gallus-Theater
0
Ein Kammerorchester als Diversitätsmodell
Am Sonntag, den 13. Oktober spielt das neue Bridges-Kammerorchester bei seiner Frankfurt-Premiere im Gallus-Theater. Neben den vielen einzelnen Ensembles unter dem Bridges-Label führt auch die größere Gruppe das Diversitätsmodell fort. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
 
Vergnügliche musikalisch-literarische Matineen bietet das Kulturradio HR2 neun Mal im Jahr an. Die Veranstaltung am kommenden Sonntag stimmt auf das Gastland der Buchmesse ein. Mit dem exklusiven Programm „Norwegen – Land der Fjorde und der Trolle“. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: ACT/Jørn Sternersen
 
 
Lesung im Lindley Hotel
0
Frieden geht durch den Magen
Wie kann es einem Koch gelingen, in Kriegs- und Krisengebieten in Afrika und Lateinamerika erfolgreich für den Frieden zu arbeiten? David Höner hat über seine Entwicklungshilfe als Koch ein Buch geschrieben und erzählt von seiner gelebten Küchendiplomatie. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: © Westend Verlag
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  667