Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Ausstellungseröffnung im Städel
 

Ausstellungseröffnung im Städel

0

Fantastische Welten

Foto: Graphische Sammlung/ Uni-Bibliothek Erlangen-Nürnberg
Foto: Graphische Sammlung/ Uni-Bibliothek Erlangen-Nürnberg
Die neue Ausstellung von Städel Museum und Liebieghaus untersucht das Expressive in der Kunst um 1500 und macht die Experimentierfreude von Künstlern wie Albrecht Altdorfer und Meister IP sichtbar.
Albrecht Dürer ist wohl so ziemlich jedem ein Begriff, auch denen, die sonst eher weniger mit Kunst zu tun haben. Der deutsche Meister der Renaissance war schon zu Lebzeiten Vorbild für viele seiner Kollegen. Dank seines ungebrochenen Perfektionismus und seiner Genauigkeit setzte er vollkommen neue Maßstäbe in der Kunst, sei es in Bezug auf das Studium der Proportionen, im Spiel mit Perspektiven oder in der Beherrschung des Raums. Bereits vor einem Jahr widmete das Städel Museum diesem einzigartigen Künstler eine großangelegte Werkschau, die aktuelle Ausstellung „Fantastische Welten“, die am 5. November eröffnet, geht noch einen Schritt weiter und zeigt, welchen enormen Einfluss Dürer schon zu seiner Zeit nahm.

Mit der Vollkommenheit, die Albrecht Dürer in seiner Kunst erreichte, schwand das Interesse an Perfektion. Stets hatte man sich um das Erreichen einer idealen Landschaft oder einer überirdischen Mutter Gottes bemüht, nun waren die Künstler gut genug ausgebildet, um all das Angestrebte umzusetzen. Doch statt das Gelernte nach dem Vorbild Dürers wiederzugeben, nutzen sie einen kurzen Zeitraum zu Beginn des 16. Jahrhunderts, in dem die Kirche einen geringeren Druck ausübte, um die bis dahin bestehende Normen hinter sich zu lassen. Diese Grenzüberschreitungen äußerten sich in ausgesprochen expressiven Arbeiten, die durchaus auch ins Hässliche gehen konnten. Unnatürlich verdrehte Gliedmaßen, groteske Gesichtsausdrücke, unpassende Größenverhältnisse – die Seheindrücke sind unerwartet und die Ikonographie extravagant.

In mehreren Themenblöcken beleuchtet das Städel Museum, das für diese Ausstellung eng mit dem Liebieghaus zusammengearbeitet hat, ein Stilphänomen, das sich über weite Teile Nordeuropas erstreckte und so die Zeit um 1500 entscheidend prägte. Anhand der Werke von Künstler wie Albrecht Altdorfer, Meister IP und Wolf Huber werden das breite Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten und die Experimentierfreude der Alten Meister sichtbar gemacht.

>> „Fantastische Welten. Albrecht Altdorfer und das Expressive in der Kunst“, 5. November bis 8. Februar. Weitere Informationen gibt es online.
 
4. November 2014, 11.10 Uhr
Ronja Merkel
 
Ronja Merkel
Jahrgang 1989, Kunsthistorikerin, von Mai 2014 bis Oktober 2015 leitende Kunstredakteurin des JOURNAL FRANKFURT, seit September 2018 Chefredakteurin. – Mehr von Ronja Merkel >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche
0
Jüdisches Museum eröffnet nach fünf Jahren Bauzeit
Nach fünf Jahren Bauzeit und einigen Verzögerungen kann das Jüdische Museum am 21. Oktober endlich wieder öffnen. Das älteste Jüdische Museum in Deutschland bekommt eine Ausstellungsfläche von 2000 Quadratmetern. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Norbert Miguletz/© Jüdisches Museum Frankfurt
 
 
Konjunkturprogramm: Neustart Kultur
0
Vier Millionen Euro für Frankfurter Buchmesse
Der Bund unterstützt die Frankfurter Buchmesse mit Fördermitteln in Höhe von vier Millionen Euro. Das teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit. Von der Förderung sollen vor allem deutsche und internationale Ausstellerinnen und Aussteller profitieren. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Bernd Hartung; © Frankfurter Buchmesse
 
 
Biergarten-Konzerte in Eppstein
0
Mit Inbrunst aufspielen
Im schönen Gastraum der Wunderbar Weiten Welt im Eppsteiner Bahnhof finden im Moment keine Konzerte statt. Das ist in Corona-Zeiten nicht realisierbar. Zum Glück kann das WWW-Team in seinen Biergarten ausweichen. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Austin Lucas
 
 
 
Eine Verschmelzung von Buch- und Musikmesse hat laut den Veranstaltern nie zur Debatte gestanden. Dennoch war sie in den vergangenen Tagen in den Medien immer wieder Thema. Grund dafür war eine Aussage Börsenverein-Geschäftsführers Alexander Skipis. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Alexander Heimann/© Buchmesse Frankfurt
 
 
Sieben Jahre war das Horst im Gallus eine Institution für Konzert-, Film- und komische Kultur. Seit Sonntag ist klar: Horst hat Corona nicht überlebt. Doch das Team hofft nach der Krise auf neue Herausforderungen. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: © Horst
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  696