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Foto: Pierre-Auguste Renoir, Ruderer bei Chatou, 1879; Foto: Courtesy National Gallery of Art, Washington
Foto: Pierre-Auguste Renoir, Ruderer bei Chatou, 1879; Foto: Courtesy National Gallery of Art, Washington

Ausblick auf das neue Jahr

Was die Frankfurter Kultur 2022 zu bieten hat

Die Frankfurter Kulturinstitutionen warten – sofern es die Pandemie zulässt – 2022 mit einigen Highlights auf. Das kulturelle Angebot in der Stadt reicht dabei von Fashion über Electronic Music, Musical und großen Opern bis zu Meistern der Malerei.
Schon im Januar steht das erste große Event an: Zwar muss die Frankfurt Fashion Week vom 17. bis 21. Januar coronabedingt erneut auf Online-Formate zurückgreifen und auf die großen Modemessen verzichten, einige Veranstaltungen in der Stadt finden dennoch statt. Shows, Vernissagen, Installationen und Ausstellungen könnten mit passgenauen 2G- und 2G-plus-Konzepten weiterhin durchgeführt werden, teilten die Veranstaltenden Ende Dezember mit. Für Talks oder Konferenzen soll es hybride Lösungen geben. Im Sommer soll dann die erste Frankfurt Fashion Week in Präsenz stattfinden.*

Neuheiten in der Stadt

Auch einige kulturelle Neuheiten sollen 2022 in Frankfurt Einzug halten. So ist im Mai im Deutsche Bank Park beispielsweise das erste K-Pop-Festival Europas „KPOP. FLEX“ geplant. Einen Monat zuvor soll, nach vielen Verzögerungen, an der Hauptwache das Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) eröffnen. Zum Start dreht sich alles um Künstler und Städelschul-Professor Tobias Rehberger und DJ Sven Väth.

Ende März soll im Gallus ein Ort eröffnen, der vor allem an die dunkle Vergangenheit der Stadt erinnert. In den Räumen des ehemaligen KZ-Außenlagers „Katzbach“ entsteht der „Geschichtsort Adlerwerke. Fabrik – Zwangsarbeit – Konzentrationslager“, der sich laut Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) mit „einem der grausamsten Außenlager des Dritten Reichs“ mitten in der Stadt befasst.

Ausstellungen von Renoir bis Chagall

Die Frankfurter Museen präsentieren in diesem Jahr gleich mehrere Highlights. So ist ab dem 2. März beispielsweise im Städel die Ausstellung „Renoir. Rococo Revival“ zu sehen. Erstmals werden dabei auch intensiv Bezüge des bekannten französischen Malers aus dem Impressionimus zur Malerei des Rokoko hergestellt. Im Sommer und Herbst folgen schließlich zudem Ausstellungen zu der zeitweise in Frankfurt lebenden Malerin Ottilie W. Roederstein (20. Juli-16. Oktober) sowie dem italienischen Künstler Guido Reni (23. November 2022-5. März 2023).

Ein weiterer großer Maler ist ab dem 4. November 2022 in der Schirn Kunsthalle zu sehen. Bis in den Februar 2023 zeigt sie mehr als 100 Werke des jüdischen Malers Marc Chagall aus den 1930er- und 1940er-Jahren. Bereits ab April (28. April-11. September) zeigt das Caricatura Museum eine umfassende Werkschau des bekannten deutschen politischen Karikaturisten Klaus Stuttmann. Mehr als 30 Jahre des Schaffens werden dabei abgebildet, inklusive eines seiner Hauptmotive: Angela Merkel. Im Herbst widmet sich das Museum dann, 60 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen, in einer „ultimativen Ausstellung“ der Zeitschrift „PARDON“.

Um Rache geht es ab März in der gleichnamigen Ausstellung des Jüdischen Museums (18. März-17. Juli), die den Topos „Rache“ in der jüdischen Kulturgeschichte in den Blick nimmt. Das Museum für Kommunikation hält derweil am Thema „Rundfunk“ fest und präsentiert – nach der aktuellen Ausstellung „On Air“ – ab dem 17. Februar „Hessische Rundfunkgeschichten“.

Highlights auf Frankfurts Bühnen

Auch die Frankfurter Konzert- und Theaterhäuser blicken trotz Pandemie auf ein volles Programm. So zeigt die Oper Frankfurt beispielsweise mit Mozarts „Cosí fan tutte“ und Verdis „Rigoletto“ noch bis März zwei große Werke ihres Genres. Zudem stehen in diesem Jahr einige Premieren an; so auch die Frankfurter Erstaufführung von Gioachino Rossinis „Bianca e Falliero“, die ab dem 20. Februar im Opernhaus zu sehen ist. Das benachbarte Schauspiel plant ebenfalls einige Uraufführungen: Am 5. Februar feiert Alexander Eisenachs „Der Große Kunstraub (DGKR)“ im Bockenheimer Depot seine Uraufführung. Sechs Tage später geht im Schauspielhaus, unter der Regie von Stefan Bachmann, die Uraufführung von Elfride Jelineks „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte“ über die Bühne.

Die Alte Oper musste coronabedingt bereits einige Veranstaltungen absagen. Dafür stehen in diesem Jahr aber auch einige Nachholtermine auf dem Programm; unter anderem die „Serenata latina“ mit Tenor Rolando Villazón und Harfenist Xavier de Maistre (17. Januar) oder die Reihe „Meine Lieblingsstücke“, in der Frankfurter Persönlichkeiten wie Stadtdekan Johannes zu Eltz (5. Februar) oder Museumsdirektorin Mirjam Wenzel (21. Mai) zu Gast sind. Darüber hinaus halten bekannte Orchester und Shows Einzug: unter anderem das London Symphony Orchestra (9. Februar), die Wiener Philharmoniker (22. Februar), das „The World Famous Glenn Miller Orchestra“ auf seiner Jubiläums-Tour (9. März) oder Richard O’Briens „Rocky Horror Picture Show“ (April).

*Mehr zur Frankfurt Fashion Week erfahren Sie auch in der Titelstory „Kann Frankfurt Mode?“ in der aktuellen Ausgabe 1/22 des JOURNAL FRANKFURT.
 
4. Januar 2022, 11.00 Uhr
Laura Oehl
 
Laura Oehl
Jahrgang 1994, Studium der Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, Journalismus-Master an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, seit Dezember 2020 beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Laura Oehl >>
 
 
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