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Auf den Pelz gerückt
 

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Auf den Pelz gerückt

Peta-Leute vor Burberry-Filiale
Heute Mittag gab es verwunderte Blicke auf der Goethestraße: blutverschmierte Pelze, ein abgezogener Fuchs und eine Handvoll Menschen, die Flugblätter an Passanten verteilten. Die gaben sich interessiert, mancher wechselte aber auch schon vorsorglich die Straßenseite. Peta möchte mit seiner Kampagne auf die Bedingungen der Pelzzucht hinweisen, die laut der Organisation Tierquälerei sind.

Jürgen Faulmann (2.v.l.) ist Kampagnenkoordinator von Peta und aus Stuttgart angereist.

Pflasterstrand: Bringen solche Proteste überhaupt etwas?

Jürgen Faulmann: Auf jeden Fall. Für die Unternehmensführer gelten keine moralischen Maßstäbe. Da zählt nur das Geld. Wir erreichen Ketten wie Burberry nur über die Öffentlichkeit.

Warum gerade Burberry?

Burberry ist eine der letzten internationalen Modeketten, die noch Pelsbesätze in ihrer Kollektion haben. Dagegen wollen wir uns wehren. Solche Aktionen wie jetzt hier in Frankfurt zeigen wirklich Erfolg. Bei Peek & Cloppenburg hat es noch vier Jahre gedauert, bis dort der Verkauf eingestellt wurde. Galeria Kaufhof hat sich bereits wenige Wochen nach Kampagnenstart umstimmen lassen, bei Adler waren unsere letzten Flugblätter noch im Druck, da haben die nachgegeben.

Was steht als nächstes auf dem Terminplan?

Wir werden den anderen fünf Burberry-Filialen in Deutschland einen Besuch abstatten. Ansonsten geht es für mich wahrscheinlich auch nach Mailand, dort beginnt bald die Modesaison, da muss ich dabei sein.

Gibt's in Deutschland nicht genug zu tun?

Doch, aber bei den Modeschauen geht es darum, den Laufsteg zu stürmen oder die Auslagen von Geschäften zu besetzen. Das macht nicht jeder unserer Mitglieder mit. Nach meinem letzter Aktion in Mailand habe ich zwölf Stunden in Untersuchungshaft gesessen. Schön war das nicht, aber es hat sich gelohnt.

 
17. Januar 2007
Nils Bremer
 
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