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37° widmet sich dem Ghosting
 

37° widmet sich dem Ghosting

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Das virtuelle Regal ist gut gefüllt

Foto: Soliman/Lapp
Foto: Soliman/Lapp
Ihrem aktuellen Beitrag für die „37°“-Reihe im ZDF haben Autorin Tina Soliman und Torsten Lapp (Kamera) den Titel „Wisch und weg“ gegeben und sich darin dem Thema Ghosting gewidmet. Er zeigt wie Dating-Apps die Liebe flüchtig machen.
Nach ihren beiden Sachbuch-Klassikern „Funkstille“ und „Der Sturm vor der Stille“ über das lange tabuisierte Thema Kontaktabbruch in Familie oder unter Freunden stellte Tina Soliman (links im Bild) auf der Buchmesse 2019 „Ghosting“ vor, in dem die Journalistin eine Besonderheit in der digitalen Welt beleuchtet. „Der Begriff Ghosting beschreibt das Phänomen, dass Menschen, die man „datet“, sich scheinbar in Luft auflösen. Der andere verschwindet wie ein Geist. Anrufe oder Nachrichten bleiben unbeantwortet. Der Akt der plötzlichen Aufhebung der Kommunikation geschieht meist in der Hoffnung, dass die Person realisiert, dass kein Kontakt mehr erwünscht ist“, erläutert Soliman. „Die Form ist der Inhalt. Ghosting passiert häufig in einem frühen Stadium der Beziehung. Doch die Verletzung geht auch nach kurzem Zusammensein tief, wenn der Kontakt intensiv war oder das Versprechen auf mehr enthielt.“

„Wisch und weg – wie man sich heute verliebt und verpasst“ heißt dann auch die „37°“-Folge am 6. April um 22:15 Uhr im ZDF. „Die Nutzung der größten und erfolgreichsten Dating-App Tinder ist mit dem sogenannten Swipen, also dem Wischen nach rechts („gut“) oder links („schlecht“), denkbar einfach. Über eine Million Swipes werden weltweit pro Minute gemacht – in der Hoffnung, ein Date zu bekommen. Zuvor stellt man Fotos und einen kurzen Text von sich auf die Plattform. Man preist sich an, und dann wartet man, bis man nach rechts gewischt wird“, erklärt die Autorin.

Beim Online-Dating konsumiere man Menschen – und dann ab in die Tonne damit. Das nächste Produkt steht ja schon im Regal. So wie sie selbst! Dank der Digitalisierung ist das virtuelle Regal gut gefüllt. Man muss nur zugreifen. Jeder Klick eine Option. Passt einer nicht, geht er eben retour. Das erinnert an einen Online-Einkauf bei Amazon. Wenn in allen Bereichen das Bestellprinzip gilt, warum nicht auch in Beziehungen? „Wisch und weg“ zeigt anhand von Beispielen, wie Dating-Apps die Liebe flüchtig und das Gefühlsleben zutiefst ungewiss machen. Ein Protagonistin lebt in Frankfurt, deshalb wurde auch am Main gedreht, unter anderem im Hotel Lindley Lindenberg. „Wir nutzen jede Chance, um in unserer alten Heimat zu drehen, weil wir uns immer noch sehr verbunden mit ihr fühlen. Unser Team ist und bleibt seit 25 Jahren ,frankfodderisch’: mit Torsten Lapp (Kamera, rechts) und Anna Demisch (Schnitt) neben mir als Autorin.“ Merken Sie sich den Termin vor, direkt nach den Osterfeiertagen, am Dienstag, 6. April, 22:15 Uhr im ZDF.
 
31. März 2021, 12.22 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
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