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Neue Schulkantinenbetreiber in der IGS Nordend
 

Neue Schulkantinenbetreiber in der IGS Nordend

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Weber: "Die Ausschreibung lief völlig korrekt ab"

Foto: Stadt Frankfurt am Main
Foto: Stadt Frankfurt am Main
Lautstark demonstrierten Schüler der IGS Nordend am Dienstag vor dem Bildungsdezernat gegen den neuen Kantinenbetreiber. Doch die Dezernentin Sylvia Weber kann den Unmut nur teilweise nachvollziehen.
Gesundes Essen, mit Liebe gekocht – in einer idealen Welt sollte so vor allem das Mittagessen für heranwachsende Schüler aussehen. In der Kantine mit mehreren hundert Schülern ist das schwierig. Über Jahre hinweg scheint die Cantina Bueno Barrio von Sandra Beimfohr mit ihren sechs Mitarbeitern an der IGS Nordend recht gute Arbeit geleistet zu haben, sie soll sogar auf spezielle Veranstaltungen und Wünsche reagiert haben. Doch nun soll sich alles ändern: Der Kantinenbetrieb für die Schule wurde neu ausgeschrieben und der Großcaterer Sodexo macht das Rennen. Sehr zum Unmut der Schulgemeinde, die am Dienstag lautstark vor dem Bildungsdezernat in der Hasengasse demonstrierte.




Schüler protestierten am Dienstag gegen die Mensavergabe vor dem Bildungsdezernat. Foto: © Bernd Kammerer

„Ich habe Kunstwerke und viele Unterschriften und einen Brief der Schulgemeinde entgegengenommen“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) nach der Demo. „Dass sich die Eltern und Schüler der IGS Nordend so engagieren, finde ich gut und es ist bemerkenswert in welcher kurzen Zeit sie sich organisiert haben. Aber ich bin an die Gesetzeslage gebunden und die lässt recht wenig Spielraum“, sagt die Politikerin.

Die Schule sei im September 2017 aufgefordert worden, ihre Wünsche anlässlich der Ausschreibung mitzuteilen und diese Wünsche seien auch berücksichtigt worden. „Ich kann ja nachvollziehen, dass man, wenn man mit dem Caterer zufrieden ist, ihn auch behalten will. Aber hier handelt es sich um ein EU-weites Ausschreibungsverfahren und wir müssen uns an das Vergabegesetz halten.“ Das EU-recht schreibe genau vor, wie das Verfahren abzulaufen habe und dem habe man auch entsprochen. „Ein Betreiber erfüllte die Kriterien am Besten und somit ist das Verfahren im Prinzip abgeschlossen.“ Die Betreiberin der Cantina Bueno Barrio habe nun zehn Tage Zeit Einspruch zu erheben.

„Der alte Caterer war acht Jahre erfolgreich ist 2011 und 2014 jeweils erfolgreich aus der Ausschreibung hervorgegangen. Aber auch, weil es keine anderen Anbieter gab. Jetzt gab es erstmals Konkurrenz und zwar vier Stück. Es wurden Gewichtungen vorgenommen: beim Preis 30 Prozent, bei der Qualität 40 Prozent und beim Service 30 Prozent. Sodexo hatten in allen drei Bereichen, vor allem aber auch beim Preis, die besten Ergebnisse abgeliefert.“

Anders als von den besorgten Schülern und Eltern befürchtet, werde Sodexo zu einem Großteil frisch selbst kochen und nur als ergänzende Beigabe Convenience Foos anbieten. Das sei Bestandteil der Ausschreibung gewesen wie auch die Forderung nach regionaler, saisonaler Küche und jeweils zwei Essen zur Auswahl, eines davon am besten vegetarisch. „Bei manchen Punkten hat die Cantina keine Angaben gemacht und beim Qualitätsmanagement und beim Preis weniger überzeugt.“

Es sei eine umfangreiche Ausschreibung mit mehreren Kriterien gewesen. „Das erfordert eine hohe Professionalität bei der Beantwortung und es ist möglich, dass dabei der Anbieter begünstigt wird, der das häufiger macht. Es zählt das Ergebnis, dass auf dem Papier steht.

Neben dem Einspruch der Cantina gibt es noch eine winzige Hoffnung: „Ich kann übers Rechtsamt prüfen lassen, ob man eine Ausschreibung gegebenenfalls aufheben kann. Das hieße in der Regel aber auch, dass der Erstplatzierte einen Anspruch auf Schadensersatz hätte.“ Weber werden zunächst den Widerspruch von Frau Beimfohr abwarten.

Ansonsten werde sich die Schule an das neue Angebot gewöhnen müssen. „Das ist eine Übergangsphase, die vielleicht eine Nachbesserung seitens des Caterers erfordert.“ Sodexo habe angeblich angeboten, die Mitarbeiter des alten Kantinenbetreibers zu übernehmen, damit man weiterhin die vertrauten Gesichter habe.
28. März 2018
Nicole Brevoord
 
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