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Kein Abenteuerspielplatz
 

Kein Abenteuerspielplatz

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Protesttag bei den Mainspielen

Die Mainspiele sehen sich mit schwierigen, finanziellen Problemen konfrontiert. Am 9. Juli blieb der Laden geschlossen. Eine zukunftsweisende Aussicht, denn aus Geldnot müssen Einschränkungen her.
Vor 19 Jahren rief der Abenteuerspielplatz Riederwald, mit Michael Paris (SPD) im Vorstand, die Mainspiele ins Leben. Damals gewährte die Stadt dem gemeinnützigen Verein 50.000 D-Mark Jahreszuschuss. Mit der Euroeinführung wurden 32.000 Euro daraus. Doch die Ausgaben des Vereins blieben nicht gleich. „Damals verdienten die Mitarbeiter acht D-Mark die Stunde, heute sind es acht Euro“, so Michael Paris. Schon seit 2007 beklagt er Geldmangel, von Seiten der Stadt passiert nicht viel. Vor kurzem wurde laut, dass den Mainspielen Kabel geklaut wurden. Der Schaden belief sich auf 5.000 Euro. Netterweise übernahm die Stadt die Kosten, da der Verein selbst haften sollte. Auch durch eine auf den Diebstahl gefolgte Facebook-Spenden-Aktion konnten bisher schon mehr als 1.000 Euro eingenommen werden, 2.500 Euro stellt eine Firma derzeit in Aussicht. Aber die Mainspiele, die täglich über 1.000 Kinder anlocken (Tendenz steigend) und immer höhere Ausgaben zu berappen hat (mehr Personal, mehr Angebote) sieht keine andere Alternative als eine Zuschusserhöhung der Stadt. 60.000 Euro verlangt der Abenteuerspielplatz, die jährlichen Ausgaben für die Mainspiele belaufen sich nach aktuellsten Kalkulationen auf rund 100.000 Euro.

Aufgrund dessen machten die Mainspiele am Montag dicht. Um ein Zeichen zu setzen und um auf die Zukunft zu verweisen. „Wir sind dieses Jahr nur 17 Tage am Main. Mehr können wir uns nicht leisten“, sagt Paris. 2 Tage weniger als üblich dürfen die Kinder in diesem Jahr spielen. Das sind Einsparungen von 5.000 Euro, allein an Personalkosten. „Mir persönlich tut es weh, wegen 5.000 Euro den Kindern für zwei Tage das Spielen zu verwehren“, so der Vorstandsvorsitzende. Im nächsten Jahr feiern die Mainspiele 20. Jubiläum. Paris zu Folge müsste man sich nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit zu einer Zuschusserhöhung durchringen können. Immerhin seien die Mainspiele auch ein Ort für Menschen und vor allen Dingen für Kinder, die nicht die Möglichkeit haben, in den Sommerferien zu verreisen. „Manche Kinder kommen jeden Tag“, sagt Sandra Paris. Für so ein Projekt sollte ein bisschen mehr Geld übrig sein im Stadthaushalt.
 
9. Juli 2012, 15.36 Uhr
yog
 
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