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Gesellschaft
 

Unfall im Ostend

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Haftbefehl wegen Mordes

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Gegen den 38-Jährigen, der im vergangenen November mit seinem SUV von der Straße abgekommen war und dabei zwei Menschen tötete, wird nun wegen Mordes ermittelt. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass der Mann den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen habe.
Im November des vergangenen Jahres kam im Ostend ein 38-Jähriger mit seinem SUV von der Straße ab und tötete zwei Menschen, eine Frau wurde schwer verletzt. Am Donnerstag wurde der Unfallverursacher festgenommen. Gegen ihn
wurde ein Haftbefehl wegen Mordes, gefährlicher Körperverletzung und verbotener Kraftfahrzeugrennen erlassen; er soll laut Staatsanwaltschaft noch am heutigen Freitag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Frankfurt vorgeführt werden.

„Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am Nachmittag des 21. November 2020 im Frankfurter Ostend mit dem von ihm geführten über 600 PS-starken SUV durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit und grob verkehrswidrige Fahrweise einen schweren Verkehrsunfall verursacht und dabei den Tod zweier Menschen sowie eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen verursacht zu haben“, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die hatte zunächst wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Inzwischen gebe es jedoch Anhaltspunkte dafür, dass der 38-Jährige „den Unfall nicht sorgfaltswidrig, sondern vorsätzlich verursacht hat“.

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann an zwei Ampeln jeweils stark beschleunigt habe und sich dazwischen mit anderen Verkehrsteilnehmern ein Rennen geliefert habe. „Bei Einfahrt in eine Kurve in der Oskar-von-Miller-Straße soll er das Gaspedal nahezu vollständig durchgedrückt und einen ‚Drift‘ eingeleitet haben, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen und anderen Verkehrsteilnehmern durch sein riskantes Fahrverhalten zu imponieren“, resümiert die Staatsanwaltschaft das Verhalten des SUV-Fahrers.

Des Weiteren gebe es Hinweise, dass der Beschuldigte ein Sicherheitssystem seines Fahrzeugs manuell manipuliert haben soll: Dies habe laut Staatsanwaltschaft dazu geführt, dass das Heck des Wagens ausbrach und auf den Radweg neben der Straße schleuderte. Dort habe er mit einer Geschwindigkeit von etwa 82 km/h die drei Menschen erfasst, von denen zwei später ihren schweren Verletzungen erlagen.

Aufgrund der riskanten Fahrweise „unter Deaktivierung eingebauter Sicherheitssysteme an seinem Auto“ habe der Mann „zumindest billigend in Kauf genommen, an der stark frequentierten Unfallörtlichkeit andere Verkehrsteilnehmer auch tödlich zu verletzen“, begründet die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen Mordes.
 
5. März 2021, 11.25 Uhr
rom
 
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