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Foto: Mykola Swarnyk
Foto: Mykola Swarnyk

Ukraine-Krieg

Serhij Zhadan wird mit Friedenspreis ausgezeichnet

Der diesjährige Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an den ukrainischen Schriftsteller, Dichter, Übersetzer und Musiker Serhij Zhadan. Mit seinen Werken über Krieg und Zerstörung sowie seinem Engagement während des Ukraine-Kriegs überzeugte er die Jury.
Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat Serhij Zhadan zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Ausgezeichnet hat ihn die Jury „für sein herausragendes künstlerisches Werk sowie für seine humanitäre Haltung, mit der er sich den Menschen im Krieg zuwendet und ihnen unter Einsatz seines Lebens hilft“. Die Verleihung des mit 25 000 Euro dotierten Preises soll dieses Jahr am 23. Oktober in der Paulskirche stattfinden.

Zhadan veröffentlicht Romane, Essays, Gedichte, Erzählungen, ist aber auch Songwriter und selbst Sänger einer ukrainischen Band. Mit seinen Texten über Krieg und Zerstörung „findet der Schriftsteller eine eigene Sprache, die uns eindringlich und differenziert vor Augen führt, was viele lange nicht sehen wollten“, so die Jury.

„Serhiy Zhadan Charitable Foundation“ nennt sich die vor fünf Jahren gegründete Stiftung des Schriftstellers, die Bildungs- und Kulturinitiativen in den Kriegsgebieten der Ostukraine fördert. Auch nach Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine bleibt Zhadan laut Börsenverein weiterhin in seiner Heimatstadt Charkiw leben, organisiert Konzerte, rettet Menschen aus umkämpften Vierteln, liest Gedichte und verteilt dort Hilfsgüter. Zusätzlich veröffentlicht er Artikel über die Situation in der Ukraine und bringt nahe, wie die dort lebenden Menschen zwischen Gewalt und Bedrohung versuchen, ihren Alltag zu organisieren.

Zhadan hat Literaturwissenschaft, Ukrainistik und Germanistik studiert und mit einer Arbeit zum ukrainischen Futurismus promoviert. Der 47-Jährige schreibt auf Ukrainisch, übersetzt aber auch Lyrik aus dem Deutschen, Englischen, Belarussischen und Russischen ins Ukrainische. Der Friedenspreis ist dabei nicht seine erste Auszeichnung: So ernannte unter anderem die ukrainische BBC eines seiner Bücher als „Buch des Jahrzehnts“. Auch die Übersetzung seines jüngsten Romans „Internat“ über einen durch das Kriegsgebiet im Donbass reisenden Lehrer, der immer wieder zwischen die Frontlinien gerät und mit der Frage konfrontiert wird, ob man im Krieg neutral bleiben kann, erhielt 2018 den Preis der Leipziger Buchmesse.

Seit 1950 verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Berufsorganisation der Verlage und Buchhandlungen in Deutschland, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Ziel des Friedenspreises ist laut Börsenverein, dass die Verpflichtung des Buchhandels, mit seiner Arbeit der Völkerverständigung zu dienen, sichtbarer wird. 
 
28. Juni 2022, 12.36 Uhr
vis
 
 
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