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Foto: HMdF / Sabrina Feige
Foto: HMdF / Sabrina Feige

Stimmen der Weggefährten

Zum Tode von Thomas Schäfer

Am Samstag wurde der Tod von Finanzminister Thomas Schäfer bekannt. Politikerinnen und Politiker zeigen sich zutiefst bestürzt. Der 54-Jährige war seit 2010 Hessens Finanzminister.
Der Tod von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) sorgt für Fassungslosigkeit, insbesondere in der CDU, aber auch über die Parteigrenzen hinweg. Innenminister Peter Beuth (CDU) ordnete am Sonntag Trauerbeflaggung für alle öffentlichen Gebäude und Dienststellen des Landes Hessen an. „Der plötzliche Tod von Dr. Thomas Schäfer macht mich sehr traurig. Er hinterlässt politisch, fachlich und menschlich eine große Lücke. Unsere Zusammenarbeit wird mir sehr fehlen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen“, sagte Peter Beuth.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeigte sich tief betroffen. „Wir sind alle geschockt und können es kaum glauben, dass Thomas Schäfer so plötzlich und unerwartet zu Tode gekommen ist“, sagte Bouffier noch am Samstagabend. „Wir alle müssen seinen Tod jetzt verarbeiten und trauern mit seiner Familie. Unser aufrichtiges Beileid gilt daher zuerst seinen engsten Angehörigen, und wir wünschen ihnen für diese schwere Zeit Kraft und Stärke.“

Frankfurts Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker bezeichnete die Nachricht vom Tode Thomas Schäfer als unwirklich. Das Land habe „einen großartigen Menschen, einen engagierten Streiter für eine bessere Zukunft Hessens verloren und sein Tod hinterlässt nicht nur eine große Lücke im politischen und gesellschaftlichen Geschehen Hessens, sondern auch in den Herzen vieler Menschen“, so Becker. „Thomas Schäfer war ein Gestalter, zupackend und entscheidungsstark. Er hat mit seinem Tatendrang, seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Entscheidungsfreude viel Positives in unserem Land bewirkt und oftmals überhaupt erst möglich gemacht“, so Becker weiter.

Hessens früherer Ministerpräsident Roland Koch sagte am Sonntag: „Er war mir weit mehr als ein langjähriger Weggefährte und politischer Freund. Ein wirklicher Freund, was in der Politik nicht selbstverständlich ist und mit dem ich bis in die letzten Tage Kontakt hatte. Umso mehr mischen sich bei mir die Gefühle von Trauer und Fassungslosigkeit.“ Es bleibe die „Dankbarkeit gegenüber einem Freund, der mir als Leiter meines Büros über Jahre einer der engsten Gefährten war.“

Auch die Grünen im Hessischen Landtag teilten Ihre Anteilnahme mit: „Thomas Schäfer wie wir ihn erlebten, schätzten und mochten: Ein Mensch mitten im Leben, voller Tatendrang, klug, humorvoll und fröhlich. Wir sind von tiefer Trauer erfüllt und können nicht begreifen, was geschehen ist. Wir werden Thomas Schäfer vermissen, als Mensch und als überaus kompetenten und umsichtigen Politiker. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“

Nancy Faeser, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, sagte, sie sei „zutiefst erschüttert“. Zurück blieben „tiefe Trauer und die Erinnerung an einen Mann, der die Geschicke unseres Landes über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Als Politiker war Dr. Thomas Schäfer geradlinig und durchsetzungsstark, schlagfertig und humorvoll. Meine Anteilnahme und mein aufrichtiges Beileid gelten Thomas Schäfers Familie, seiner Ehefrau und den beiden Kindern. Ihnen wünsche ich die Stärke und die Unterstützung durch liebende Menschen, die sie brauchen, um diese menschliche Tragödie zu überstehen.“

Für Trauernde ist am Eingang zum Gebäude des Finanzministeriums ein Kondolenztisch aufgestellt.

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Finanzminister Dr. Thomas Schäfer war am Samstag nach einem mutmaßlichen Suizid tot aufgefunden worden. Er wurde 54 Jahre alt und hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder.

Sollten Sie verzweifelt sein und keinen Ausweg mehr sehen, und daran denken, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie bitte mit anderen Menschen über Ihre Situation. Rund um die Uhr erreichbar ist die Telefonseelsorge: 0800 1110111 und 0800 11 0 222. Der Anruf ist kostenfrei, anonym und taucht nicht in den Einzelverbindungen Ihrer Telefonabrechnung auf. Über die Webseite telefonseelsorge.de können Sie auch per Mail und Chat das Gespräch suchen.

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30. März 2020, 12.32 Uhr
rom
 
 
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