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Preiserhöhung

RMV erhöht Ticketpreise ab Juli

Auf Fahrgäste des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) kommen ab dem 1. Juli 2021 und noch einmal ab dem 1. Januar 2022 sukzessive Erhöhungen der Fahrkartenpreise zu. Für diese Entwicklung sind laut Unternehmen neben der Pandemie auch „erhöhte Aufwendungen“ schuld.
Bereits ab dem 1. Juli müssen Fahrgäste des RMV mit erhöhten Ticketpreisen rechnen. Dies geht aus einer Mitteilung des Verkehrsverbunds vom gestrigen Mittwoch hervor. Darin gibt der Verkehrsbund Auskunft über die jüngste Aufsichtsratssitzung und zieht Bilanz aus dem Corona-Jahr 2020: Insgesamt hat der RMV im vergangenen Jahr 524 Millionen Fahrgäste befördert – im Vorjahr waren es noch 808 Millionen. Dieser Rückgang sei laut dem Unternehmen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Aufgrund von Homeoffice und Ausgangssperren seien wesentlich weniger Menschen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr unterwegs gewesen.

Bei der Preiserhöhung müssen Gäste mit einem sukzessiven Anstieg von durchschnittlich 1,5 Prozent rechnen. Das Tarifbeispiel für die Ticketpreise bei Erwachsenen zeigt: Während eine Einzelfahrt innerhalb Frankfurts ab 2022 das gleiche kostet wie vorher (2,75 Euro), steigt eine Einzelfahrt von beispielsweise Frankfurt nach Wiesbaden bereits ab dem 1. Juli von 8,70 Euro auf 8,80 Euro und ab dem kommenden Jahr auf 8,95 Euro. Auch eine Jahresfahrkarte vom Wiesbadener Hauptbahnhof nach Frankfurt Flughafen erhöht sich ab Juli von 1377,10 Euro auf 1396,50, um dann ab 1. Januar 2022 auf 1417,10 Euro angehoben zu werden. Die gute Nachricht: Die Preise für ein Hessen-, Schüler- oder Seniorenticket bleiben gleich.

„Die Tarifanpassung liegt auf dem moderaten Niveau der vergangenen Jahre“, kommentiert Ulrich Krebs, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender die Preisanpassung. Corona habe Unternehmen wie auch Bürgerinnen und Bürger schwer gebeutelt. „Der Aufsichtsrat hat hier im Sinne der Fahrgäste und des Klimaschutzes die Preissteigerung erneut auf das absolut Zwingende begrenzt“, so Krebs.

RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat weist zudem auf Gehaltszuwächse des Fahrpersonals und steigende Energiekosten hin, die für „deutlich höhere Aufwendungen“ gesorgt hätten. „Den dreifachen Spagat zwischen steigenden Kosten, attraktiven Fahrpreisen und einem dichten Angebot“, so Ringat, „kann der ÖPNV nur dann dauerhaft vollziehen, wenn die Finanzierung nachhaltig gesichert ist – möglicherweise auch über alternative Finanzierungsformen.“

Die Corona-Pandemie war auch Auslöser für eine erfreuliche Entwicklung: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Pünktlichkeit der S-Bahnen im gesamten Rhein-Main-Gebiet laut RMV deutlich an.
 
10. Juni 2021, 11.26 Uhr
mad
 
 
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