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NSU 2.0: Mögliche Verbindung zu Polizei
 

NSU 2.0: Mögliche Verbindung zu Polizei

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Linken-Politikerin Wissler erhält erneut Morddrohungen

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Die hessische Linken-Politikerin Janine Wissler hat erneut Morddrohungen erhalten. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Wissler bereits im Februar Drohmails erhalten hatte, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren.
Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Janine Wissler, Fraktionschefin der hessischen Linken und stellvertretende Bundesvorsitzende, im Februar dieses Jahres mehrere Drohmails erhalten hat. Unterschrieben waren diese mit NSU 2.0. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau hat Wissler in den vergangenen Tagen ein weiteres Schreiben erhalten, in dem sie mit dem Tode bedroht wird. Auch dieses Schreiben sei laut FR mit NSU 2.0 unterschrieben. Die Morddrohungen wurden vermutlich durch Abfragen von einem Dienstcomputer der Polizei vorbereitet; im Februar sollen von einem Polizeicomputer in Wiesbaden private Daten der Politikerin abgefragt worden sein.

Vieles deutet darauf hin, dass das Schreiben von derselben Person oder Personengruppe wie bei den Drohschreiben an Basay-Yildiz stammt. Wie auch schon bei Basay-Yildiz wurden in dem Schreiben an Wissler persönliche Daten verwendet, die nicht öffentlich zugänglich sind. Auch wird in den Schreiben sowohl an Basay-Yildiz als auch an Wissler der Eindruck erweckt, der oder die Verfasser gehören selbst der Polizei an.

Die Mails enthalten neben Drohungen und Beschimpfungen auch rechtsextreme Bezüge. So werden in dem Schreiben Formulierungen wie „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“ verwendet. Außerdem wird der Politikerin ein „Tag X“ angedroht. In der rechten Szene steht der „Tag X“ für den Tag, an dem rechte Kräfte die Macht übernehmen und mit ihren Feinden abrechnen können.

Im Hessischen Landtag erfährt Janine Wissler viel Unterstützung; sämtliche Parteien haben sich mit der Linken-Politikerin solidarisiert. Die Drohungen seien „abscheulich und widerwärtig“ teilten CDU, SPD, Grüne und FDP in einer gemeinsamen Erklärung mit.
 
9. Juli 2020, 11.04 Uhr
ez/rom
 
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