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Mehr Ausbrüche in privaten Haushalten
 

Mehr Ausbrüche in privaten Haushalten

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Mehr als 11 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Foto: Unsplash
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Am Mittwoch wurde in Deutschland mit 11 287 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert innerhalb von 24 Stunden erreicht. Das Robert-Koch-Institut appelliert an die Bevölkerung, sich weiterhin an die Hygienevorschriften zu halten.
„Das Geschehen steigert sich drastisch“, sagte der Vorsitzende des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler am Donnerstag. Mit 11 287 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurde deutschlandweit seit Pandemie-Beginn ein neuer Höchstwert erreicht. Dabei seien immer mehr junge Menschen betroffen, die überwiegend milde Krankheitsverläufe durchliefen. Auch in der Altersgruppe der ab 60-Jährigen stiegen die Infektionszahlen wieder an, zudem müssten mehr Menschen intensiv medizinisch behandelt werden. Es gebe außerdem wieder mehr Todesfälle. In Frankfurt ist der Inzidenzwert nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts innerhalb eines Tages von 124,4, auf 143,8 gestiegen, in Offenbach dagegen ist er von 129 auf 126,7 leicht gesunken.

„Das Virus verbreitet sich überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen", betonte Wieler. Private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage im Familien- und Freundeskreis seien aktuell die Orte, bei denen sich das Virus zu großen Teilen ausbreite. Zum Beginn der Pandemie seien die stärkeren Ausbrüche hauptsächlich in Geflüchtetenunterkünften und Einrichtungen wie Altenheime verzeichnet worden. Das Eindriften in solche Einrichtungen finde auch jetzt noch statt, nur verlaufe es deutlich langsamer, da die Einrichtungen gut vorbereitet seien. Im Juni sei auch der Arbeitsplatz, hauptsächlich bei fleischverarbeitenden Unternehmen, ein Ort für viele Neuinfektionen gewesen. Nach dem jetzigen Stand hätten jedoch die Ausbrüche in privaten Haushalten deutlich zugenommen.

An AHA+L-Regeln halten

Bisher habe sich die Bevölkerung gut an die AHA+L-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen, regelmäßiges Lüften) gehalten, diese müssten jedoch noch mehr Personen beherzigen. „Derzeit haben wir noch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, so der RKI-Vorsitzende. Aktuell stiegen die Zahlen jedoch von Woche zu Woche. Der bundesweite Inzidenzwert habe im Juni bei 3 gelegen, vor zwei Wochen noch bei 20,2. Aktuell liege er bei 56,2.

Über eine Kursänderungen denke man jedoch dennoch nicht nach. In den vergangenen Monaten sei man aufgrund der Strategie im Vergleich zu einigen Nachbarländern gut durch die Pandemie gekommen. „Dabei greifen die drei Säulen Eindämmung, Schutz und Milderung ineinander. Diese müssen weiter eingehalten werden“, erklärte Wieler. Gerade in einer demokratischen Gesellschaft, in der die unterschiedlichen Altersgruppen miteinander lebten, gebe es keinen Grund, eine der Säulen stärker zu bearbeiten als eine andere. Denn auch trotz der Mehrtestungen im Vergleich zu Beginn der Pandemie stieg der Anteil an positiven Testergebnissen in allen, aber besonders in den jungen Altersgruppen an.

„Je mehr Fälle auftauchen, desto schwerer wird es für Gesundheitsämter die Infektionskette nachzuvollziehen.“ Deshalb sei unter anderem auch die Strategie einer Herdenimmunität keine Option, die Gesundheitsämter einiger Länder wie Schweden und Großbritannien hätten die Kontaktzurückverfolgung eingestellt, da sie diese aufgrund der vielen Neuinfektionen nicht mehr leisten konnten. Dies wolle man in Deutschland vermeiden. In Deutschland habe es bereits einige Städte gegeben, die die Zurückverfolgung nicht mehr vollständig leisten konnten. „Das ist nicht befriedigend, aber man muss einfach weitermachen.“
 
22. Oktober 2020, 12.42 Uhr
jwe
 
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