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Insolvenz: Restaurantkette Coa
 

Insolvenz: Restaurantkette Coa

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Kein Genuss mehr mit allen Sinnen

Foto: Coa Holding GmbH
Foto: Coa Holding GmbH
Die Frankfurter Restaurantkette Coa steckt in der Krise, bereits im Oktober 2019 musste das Unternehmen Insolvenz beantragen. Nach dem coronabedingten Lockdown bestätigt sich nun das endgültige Aus: aktuell haben deutschlandweit nur noch zwei der ehemals 16 Filialen geöffnet.
Die Corona-Krise und die damit verbundene Schließung der Restaurants hat viele Gastronomiebetriebe an den Rand ihrer Existenz getrieben. Vor allem jene Restaurants, die ohnehin schon schwächelten, sind nun stark betroffen. So auch die Frankfurter Restaurantkette Coa. Viele Filialen mussten bereits schließen; deutschlandweit haben noch zwei der ehemals 16 Lokale geöffnet, eine weitere Dependance besteht in Prag. Das Virus habe dem Unternehmen „den Todesstoß“ versetzt, sagte Olaf Seidel, seit März 2019 Coa-Geschäftsführer, der FAZ. Infolge dessen seien die Investoren, die Coa fortführen wollten, abgesprungen.

Die Restaurantkette Coa, deren Name für „Cuisine of Asia“ steht, wurde im Jahr 2005 von den beiden Brüdern Alexander und Constantin von Bienenstamm gegründet. Ihr erstes Restaurant eröffneten sie an der Schillerstraße unweit der Frankfurter Börse. Das familiäre Konzept überzeugte; im Jahr 2015 kam die Investorengruppe Co-Investor, ebenfalls mit Sitz in Frankfurt, mit an Bord und wurde Mehrheitseigentümerin des Unternehmens. Die Brüder von Bienenstamm zogen sich daraufhin weitestgehend aus dem operativen Geschäft zurück. Co-Investor setzte auf einen Expansionskurs, es folgten weitere Filialen in Frankfurt, aber auch in Darmstadt, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und sogar in Prag. Zu Hochzeiten zählte die Kette 17 Restaurants und rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei, so Seidel, hätten seine Vorgänger von Co-Investor Fehler gemacht und beispielsweise neue Lokale auch in B-Lagen angemietet. Darüber hinaus seien einige flächenmäßig viel zu groß gewesen.

Bereits im März 2019 startete das Unternehmen eine Crowdfunding-Kampagne, bei der über 1,5 Millionen Euro durch Kleinanleger zusammenkamen. Durch dieses sogenannte Nachrangdarlehen sollte das Unternehmen unterstützt und die Geldgeber mit Zinsen von rund 7,5 Prozent entlohnt werden. Doch gut sechs Monate später, im Oktober vergangenen Jahres, musste die Coa Holding GmbH die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht beantragen, welche von dem Gericht genehmigt wurde. Die Filialen werden seitdem von verschiedenen Investoren geprüft, ein großer Rückfluss für die Geldgeber sei jedoch eher nicht zu erwarten, heißt es.

In Frankfurt hat nun nur noch die Filiale auf der Zeil, im Foodcourt des Einkaufszentrums MyZeil, geöffnet. Die zweite verbliebene Niederlassung befindet sich im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach. Für die kürzlich geschlossenen Räumlichkeiten auf der Kaiserstraße hat sich bereits ein Nachfolger gefunden: dort ist das Restaurant Saravanaa Bhavan eingezogen, in dem nun indische, rein vegetarische Küche serviert wird.
 
13. Juli 2020, 12.36 Uhr
Sina Eichhorn
 
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