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Flüchtlingsunterkunft Bonames
 

Flüchtlingsunterkunft Bonames

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Gesprächsrunden und neue Küchen

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Am Montag suchte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld das Gespräch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Bonames. Das Vertrauen soll durch Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation vor Ort und einen Bewohnerbeirat wieder hergestellt werden.
Vergangene Woche erreichten die Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Bonames und der Stadt Frankfurt einen neuen Höhepunkt. Das Sozialdezernat hatte temporär den Strom in der Einrichtung abstellen lassen, um die Geflüchteten dazu zu bewegen, die in den Appartements eingebauten Kochplatten sowie selbst installierte Herde auszubauen. Eine Maßnahme, die laut Sozialdezernat nach mehreren Kabelbränden notwendig geworden sei. Die Bewohnerinnen und Bewohner wandten sich daraufhin in einem Brief an Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Darin beschrieben sie unter anderem, dass das Abstellen des Stroms bei vielen der Geflüchteten Panik ausgelöst habe. Auch die Linke im Römer kritisierte die Dezernentin und warf ihr „soziale Kälte“ vor; die Maßnahmen raubten den Geflüchteten jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und wirkten retraumatisierend.

Am Montag besuchte Dezernentin Birkenfeld die Unterkunft, um den bislang missglückten Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erneut aufzugreifen. Vor knapp einem Monat hatte man sich bereits zu einem „Runden Tisch“ zusammengefunden, um die teils katastrophalen Zustände in der Flüchtlingsunterkunft zu diskutieren. Die Gespräche waren damals von den Bewohnerinnen und Bewohnern abgebrochen worden, das Vertrauen schien auf allen Seiten unwiderruflich zerrüttet. Vonseiten des Sozialdezernats heißt es nun, in Gesprächen mit mehreren Familien habe sich Birkenfeld am Montag „aus erster Han die Sorgen und Nöte schildern lassen“. Problematisch seien nach wie vor die derzeit eingeschränkten Kochmöglichkeiten sowie der dringende Wunsch nach einer eigenen Wohnung. Für die bislang mangelhafte Warmwasserversorgung habe man inzwischen eine Lösung finden und umsetzen können; die Reparaturarbeiten an den undichten Dächern hatte man bereits vor einigen Wochen begonnen.

Bezüglich der Küchen seien umfangreiche Baumaßnahmen geplant, um eine baldige Verbesserung für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erreichen. Bis dahin werden die Menschen in der Küche des Tower-Cafés am Akten Flugplatz mit warmen Mahlzeiten versorgt. Auch die Kommunikation soll zukünftig besser werden, um eine erneute Eskalation zu vermeiden. Gemeinsam mit der Betreiberin der Unterkunft, dem Diakonischen Werk, habe da Sozialdezernat die Bildung eines Bewohnerbeirats vereinbart, in dem über die geplanten Maßnahmen und den Stand der Umsetzung gesprochen werden soll. Hinsichtlich der generellen Wohnsituation und dem Wunsch nach eigenen Wohnungen sagte Daniela Birkenfeld dem JOURNAL FRANKFURT, dass sich eine Unterbringung in dauerhaften Wohnungen aufgrund der „enormen Wohnungsknappheit“ schwierig gestalte. Die Unterbringung der Menschen in Hotels, Wohnheimen und Überbrückungsunterkünften sei auch für sie nur eine „Notlösung“.
 
22. Juli 2020, 09.33 Uhr
rom
 
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