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Deniz Yücel und Jutta Ditfurth betroffen
 

Deniz Yücel und Jutta Ditfurth betroffen

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Erneut NSU-2.0 Drohmails verschickt

Foto: Unsplash
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15 Personen haben erneut Drohmails erhalten. Im Schreiben wird zudem der Journalist Deniz Yücel bedroht. Auch Jutta Ditfurth erhielt ein Drohschreiben. Das Hessische Innenministerium und die Staatsanwaltschaft Frankfurt reagieren derweil mit Schweigen.
Insgesamt 15 Personen sollen am Freitag erneut mit NSU 2.0 unterzeichnete Drohschreiben erhalten haben, das geht aus einem Bericht der Welt am Sonntag hervor. Die Empfängerinnen und Empfänger sollen mindestens zwei E-Mails mit identischem Inhalt erhalten haben.

Nach Informationen des Hessischen Rundfunks (hr) soll sich die E-Mail an den neuen hessischen Polizeipräsidenten Roland Ullmann gerichtet haben, sowie innerhalb der E-Mail der Welt-Korrespondent Deniz Yücel und eine Taz-Kolumnistin bedroht worden sein. Erhalten hätten das Drohschreiben unter anderem erneut die Linken-Politikerin Janine Wissler, die Kabarettistin Idil Baydar und der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) sowie mehrere hessische Polizeidienststellen, Medien und die Landespolitik.

Der Journalist Deniz Yücel teilte auf Twitter mit, dass er innerhalb des Drohschreibens namentlich bedroht wurde. Von dem Schreiben habe er jedoch erst durch die Recherchen von Kolleginnen und Kollegen erfahren, schreibt Yücel. „Dem hessischen Innenministerium war dieses Schreiben bereits bekannt; soweit ich von Dritten weiß, stufen die Behörden es als ernst zu nehmen ein.“ Weiterhin warte er auf eine Rückmeldung des Landeskriminalamts (LKA) Hessen. Ein Kollege Yücels habe am Sonntag zudem versucht die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Innenministerium zu kontaktieren.

Auch gegenüber dem JOURNAL FRANKFURT waren weder das Hessische Innenministerium noch die Staatsanwaltschaft Frankfurt aktuell bereit sich zu den am Freitag versendeten Drohmails zu äußern. Eine Sprecherin des Hessischen Innenministerium betonte lediglich, dass es sich um ein laufendes Verfahren handele und Auskünfte nur von der Staatsanwaltschaft herausgegeben würden. Von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt hieß es ebenfalls, dass man aktuelle keine Auskunft zum Thema NSU 2.0 gebe. Im Laufe des Tages wolle man sich aber in einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit wenden.

Auch die Frankfurter Stadtverordnete Jutta Ditfurth (Ökolinx) erhielt einen weiteren Drohbrief. Ditfurth äußerte sich am Montag in den sozialen Medien zu dem Schreiben: „Die Morddrohung strotzt vor starken antisemitischen Beleidigungen und rassistische Angriffen. Die Drohungen enthalten unbekannte Informationen über mein Privatleben“, so Ditfurth. Mit den Worten „Heil Hitler wünscht dir der ‚Nationalsozialistische Untergrund 2.0 – NSU'“ soll das Schreiben unterzeichnet gewesen sein. Ditfurth habe sich an ihre Anwälte gewandt und werde nun durch „Freund*innen, Antifas und eine aufmerksame Öffentlichkeit“ geschützt.
 
20. Juli 2020, 14.00 Uhr
jwe
 
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Leser-Kommentare

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Whizzbizz am 21.7.2020, 20:53 Uhr:
Zitat: "Schnappt Sie Euch endlich, damit wir Alle wieder in Ruhe schlafen können." - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Schauspieler

Schlafen?
 
Thomas Szymanski am 20.7.2020, 14:58 Uhr:
"Wie lange soll das noch weitergehen, bis man den / die Täter schnappt.? - Es kann doch nicht so schwer sein! Die Polizei hat doch IT-Speziallisten, oder? Werden die auch schon von den neuen Braunen gekauft? - Was ist los in Deutschland, bzw. hier in Hessen? - Man, oh man, in Nordrhein-Westfalen hat man gerade eine Menge aufgedeckt, denn die scheinen fitter zu sein als wir hier. - Traurig, echt. Mir kann doch keiner erzählen, dass man Polizisten, die auf einem PC etwas aufrufen, bzw. dort etwas versenden, oder Daten (=Adressen) abrufen, nicht herausfiltert. - Genau, einen Filter, oder eine Fangschaltung muss man legen. es gibt doch technische Möglichkeiten. - Es ist eine Schade für Hessen und Deutschland, wenn immer mehr diese Leute, also die Rechte Szene die Oberhand gewinnen. - Schnappt Sie Euch endlich, damit wir Alle wieder in Ruhe schlafen können." - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Schauspieler
 
 
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