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Gesellschaft
 

Coronavirus

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Stadt will Hamsterkäufe unterbinden

Foto: Jasmin Sessler/Unsplash
Foto: Jasmin Sessler/Unsplash
Vergangene Woche bat Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Ansprache darum, Hamsterkäufe zu unterlassen. In Frankfurt will der Magistrat diese mit einer Allgemeinverfügung verhindern.
Am Montag unterschrieben Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Bündnis 90/Die Grünen) und der Leiter des Gesundheitsamts René Gottschalk eine Allgemeinverfügung des Magistrats, die das Verhalten in Supermärkten, Kiosken, Bäckereien und weiteren Einzelhandelsgeschäften sowie Banken, Apotheken und Tankstellen, so regelt, dass die Ansteckung der Bevölkerung untereinander mit dem SARS-CoV-2 Erreger möglichst vermieden werden soll. Grundlage dafür ist das Infektionsschutzgesetz, die Verfügung soll vorerst bis zum 19. April 2020 gelten.

Geregelt werden dadurch Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutrittes und Vorkehrungen zur Vermeidung von Warteschlangen. Im Einzelnen beinhalten die Regelungen neben Möglichkeiten zum Händewaschen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie regelmäßiges Lüften und die Reinigung von Oberflächen, Vorgaben zu begrenzten Personenzahlen, die gleichzeitig ein Geschäft betreten dürfen. Pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich eine Person aufhalten. Zwischen den Personen muss ein Mindestabstand 1,5 Metern eingehalten werden. Zudem darf pro Person nicht mehr als ein Einkaufswagen verwendet werden.

Oberbürgermeister Feldmann betonte, dass das Ziel der Allgemeinverfügung vor allem auch der Unterbindung von Hamsterkäufen dienen solle. Fast alle Frankfurter und Frankfurterinnen verhielten sich vorbildlich, haben auch ältere Menschen im Blick und seien respektvoll gegenüber den Supermarktangestellten. „Doch immer wieder hören wir von Fällen, in denen einige wenige unsolidarisch sind, andere Kunden und teilweise sogar die Angestellten in den Geschäften beschimpfen, wenn diese haushaltsübliche Mengen durchsetzen wollen“, so das Stadtoberhaupt. Gesundheitsdezernent Stefan Majer ergänzte: „Mit der Allgemeinverfügung haben wir eine Handhabe gegen das Hamstern von Klopapier, Mehl oder anderen Gütern des täglichen Bedarfs.“
 
24. März 2020, 11.35 Uhr
jwe
 
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Leser-Kommentare

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Thomas Szymanski am 24.3.2020, 14:46 Uhr:
"Ja, das wurde aber auch Zeit, doch leider kommt dies etwas spät, denn längst haben Viele, sehr Viele, zum Teil ihre ganze Wohnung gut gefüllt. - Die Gefrierschränke sind voll, und manch eine Familie hat fast Nichts. - Jetzt kann es sogar sein, ist es teilweise so, dass evtl. die Discounter Maßregeln treffen, die weit darüber hinaus gehen, wie ich durch mein persönliches Umfeld erfahre, dass ich z.B. nur für 30 Cent ein einzelnes Päckchen Tempo erhalte. - Ist dies nicht übertrieben? - Besser wäre ein "Gesamtnotpaket" mit allem Notwendigem, was je nach Haushalt der entsprechende Familie geliefert wird, bzw. was man abholen kann. - Das ist in dieser Notzeit mein Vorschlag. - Außerdem ist ganz klar Alles noch viel zu bürokratisch, was somit klar die Unterstützung der Klein- und Solobetriebe betrifft. - Dies sollte ohne Bürokratie und klar auch als Geschenk = Hilfe an uns übermittelt werden, und zwar automatisch. Das ist auch ein Tipp an das Kulturamt. - Danke!" - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Bürger dieser Stadt - P.S.: Alle Lieferungen der Hygienegüter sollten in das Ausland unterbunden werden, und noch mehr Firmen sich auf die Produktion dieser Produkte umstellen wie z.B. Masken. Auch Desinfektionsmittel und überhaupt Lebensmittel sollten eher billiger in diesen Notzeiten sein, als das man sie kriminell zu hohen Preisen, egal ob in Geschäften oder Online verkauft. Alles an den Umsetzungen dauerte hier viel zu lange. -Deshalb ist die zahl der Infizierten so hoch, inklusive der leider Verstorbenen.
 
 
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