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Coronavirus: Selbstgenähte Masken
 

Coronavirus: Selbstgenähte Masken

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Stich für Stich gegen Corona

Foto: Jutta Huebener
Foto: Jutta Huebener
In einer Bornheimer Wohnung entstehen seit etwa einer Woche selbstgenähte Schutzmasken. Jutta Huebener und Uli Becker nähen die Stücke ehrenamtlich, um das Risiko der Coronavirus-Übertragung zu minimieren.
Mit den verstärkten Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, musste auch Gymnastiklehrerin Jutta Huebener ihr Studio schließen. Doch Langeweile kommt in Huebeners Wohnung in Bornheim nicht auf: Zusammen mit ihrem Mann Uli Becker stellt sie seit etwas mehr als einer Woche Mundschutzmasken beziehungsweise Behelfsmasken her. Damit möchte das Paar helfen, das Risiko der Coronavirus-Übertragung zu minimieren.

Die Idee dazu kam ihnen nach einem Telefonat mit Beckers Verwandtschaft in Miami: Sein Bruder, sagt Becker, nähe dort ebenfalls Masken, allerdings für Kliniken, denen es an medizinischem Mundschutz fehle. Im Falle der selbstgenähten Masken aus der „Bornheimer Produktion“ handle es sich allerdings, so betont Huebener, nicht um einen medizinischen Mundschutz, daher spricht das Paar auch von einem Behelfsschutz. Nach jedem Tragen müsse die Maske gewaschen werden. Die Nähanleitung fand das Paar im Internet auf der Webseite der Stadt Essen.

Während Jutta Huebener die Masken näht, bügelt Uli Becker die Schnitte vor. Anfangs haben sie zehn Masken am Tag fertigstellen können, mittlerweile seien sie bei 150 Stück pro Woche, erklärt Huebener. 500 Stück seien momentan vorbestellt, dementsprechend lang ist der „Produktionstag“: Von früh morgens bis 21.30 Uhr am Abend rattert die Nähmaschine. „Aber wir machen das ja für einen guten Zweck“, sagt Huebener. Ihnen sei wichtig, dass die Menschen endlich anfangen, Masken zu tragen, betont Becker.

Die Behelfsmasken können gegen eine kleine Spende im Neuen Frankfurter Garten abgeholt werden. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, kann die Ausgabe der Masken nur nach vorheriger Absprache oder Voranmeldung per Mail (info@bienen-baum-gut.de) erfolgen.
 
1. April 2020, 13.31 Uhr
Elena Zompi
 
Elena Zompi
Jahrgang 1992, Studium der Germanistik an der Goethe-Universität, seit April 2019 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Elena Zompi >>
 
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Leser-Kommentare

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Gabriele Moser am 1.4.2020, 21:33 Uhr:
Das mit der Aussage „gegen Spende“ stimmt nicht mehr! Ich hatte gespendet und wollte noch zwei Masken haben. Ich sollte allerdings dann pro Maske 10,-€ bezahlen. Ich habe dann darauf verzichtet und nehme meinen Buff bzw. einen doppelt gelegten Schal oder ein Tuch.
 
 
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