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Foto: Symbolbild ©  Tim Mossholder/Pexels
Foto: Symbolbild © Tim Mossholder/Pexels

Corona-Pandemie

Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene geplant

Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene, Schließungen von Diskotheken und Absagen von Veranstaltungen: Am Dienstagnachmittag wollen Bund und Länder angesichts der Verbreitung der Omikron-Variante über eventuell verschärfte Corona-Maßnahmen entscheiden.
Angesichts der raschen Ausbreitung der Virusvariante Omikron wollen Bund und Länder am Dienstagnachmittag erneut über die nationale Corona-Lage und eventuelle weitere Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens beraten. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge werden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder unter anderem über Kontaktbeschränkungen auch für geimpfte und genesene Personen, bundesweite Schließungen für Diskotheken und Clubs, die Absage von größeren Sport- und Kulturveranstaltungen in Hotspot-Gebieten sowie die Intensivierung der Impf- und Boosterkampagne diskutieren. Alle Maßnahmen sollen voraussichtlich erst nach Weihnachten, ab dem 28. Dezember, gelten.

Konkret soll laut einer ersten Beschlussvorlage zur Debatte stehen, private Zusammenkünfte ab dem 28. Dezember nur bis maximal zehn Personen zu erlauben – egal, ob geimpfte oder genesene Personen daran beteiligt sind. Auch eine Unterscheidung in Innen- und Außenbereiche ist voraussichtlich nicht vorgesehen. Sobald jedoch nur eine ungeimpfte Person daran teilnimmt, soll nur noch der eigene Haushalt plus zwei weitere Personen aus einem zweiten Haushalt erlaubt sein. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht dazu. Zudem ist geplant, dass in Innen- sowie Außenbereichen von größeren Sport- und Kulturveranstaltungen nur noch 30 bis 50 Prozent der Kapazitäten genutzt werden dürfen. In Hotspot-Gebieten mit hohen Inzidenzen sollen darüber hinaus Veranstaltungen komplett abgesagt und Sportevents ohne Publikum abgehalten werden.

Expertenrat und Bundesgesundheitsminister warnen vor Omikron

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereitet die neue Virusvariante Sorge. Wie die Tagesschau berichtet, erklärte Lauterbach am Freitag bei einem Besuch eines Impfzentrums in Hannover, dass er von einer „massiven fünften Corona-Welle“ ausgehe. „Das heißt, wir müssen uns hier tatsächlich auf eine Herausforderung einstellen, die wir in dieser Form noch nicht gehabt haben“, so Lauterbach.

Auch aus einer Stellungnahme des neu gegründeten Expertenrats der Bundesregierung geht hervor, dass die Omikron-Variante eine neue Dimension in das Pandemiegeschehen bringe: „Omikron zeichnet sich durch eine stark gesteigerte Übertragbarkeit und ein Unterlaufen eines bestehenden Immunschutzes aus. Dies bedeutet, dass die neue Variante mehrere ungünstige Eigenschaften vereint“, betonten die Expertinnen und Experten am Sonntag. Omikron infiziere in kürzester Zeit deutlich mehr Menschen und beziehe auch Genesene und Geimpfte stärker in das Infektionsgeschehen ein. „Dies kann zu einer explosionsartigen Verbreitung führen“, heißt es in der Stellungnahme. Daher sehe man raschen Handlungsbedarf.

Neben der „erheblichen“ Belastung des Gesundheitssystems durch Omikron warnt der Expertenrat ebenfalls vor den Risiken für die sogenannte „kritische Infrastruktur“. Hierzu gehören unter anderem Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Strom- und Wasserversorgung. Trotz Impfung rechne man damit, dass Personen, die in diesen Bereichen tätig sind, sich mit der neuen Virusvariante infizieren und ausfallen könnten.

Neuer Corona-Impfstoff zugelassen

Derweil hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Montag empfohlen, den Impfstoff Nuvaxovid des US-amerikanischen Herstellers Novavax für eine Immunisierung volljähriger Personen zuzulassen. Dabei handelt es sich laut Angaben der EMA um einen „proteinbasierten Impfstoff, der zusammen mit den bereits zugelassenen Impfstoffen Impfkampagnen in den EU-Mitgliedstaaten in einer entscheidenden Phase der Pandemie unterstützen wird.“ Nach einer gründlichen Bewertung zweier Hauptstudien mit 45 000 Testpersonen sei man zu dem Schluss gekommen, dass der Impfstoff bei Personen über 18 Jahren wirksam sei und er die Kriterien für Sicherheit und Qualität erfülle. Eine Zulassung durch die EU-Kommission ist ebenfalls am Montag erfolgt. Damit ist Nuvaxovid der fünfte in der EU zugelassene Impfstoff gegen das Coronavirus.

Darüber hinaus gab die Europäische Kommission laut der Deutschen Presseagentur (dpa) am Dienstag bekannt, dass EU-Impfzertifikate ohne Booster-Impfung künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gültig sein sollen. Danach verfallen sie. Diese Entscheidung solle laut Kommission am 1. Februar 2022 in Kraft treten und sei mit allen EU-Staaten abgestimmt worden.
 
21. Dezember 2021, 13.22 Uhr
Margaux Adam
 
Margaux Adam
Jahrgang 1991, Studium der Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, seit Februar 2020 beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Margaux Adam >>
 
 
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