eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: Symbolbild © Imago/Reichwein
Foto: Symbolbild © Imago/Reichwein

Corona-Pandemie

Klinikverbund wehrt sich gegen Manipulations-Vorwürfe

Der Klinikverbund Hessen wehrt sich gegen die Vorwürfe, Krankenhäuser hätten die Zahlen zur Auslastung ihrer Intensivbetten manipuliert. Nach einem Bericht des Bundesrechnungshofs waren die Kliniken in den vergangenen Tagen zunehmend in Kritik geraten.
Der Klinikverbund Hessen wehrt sich gegen schwere Vorwürfe zur Auslastung der Intensivbetten in deutschen Kliniken. Demnach sollen die Kliniken Angaben zur Auslastung ihrer Intensivbetten manipuliert haben, um Ausgleichspauschalen zu erhalten. Die Diskussion sei „unsäglich und wir weisen die Unterstellungen der Manipulation oder gar des Betrugs entschieden zurück“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klinikverbunds Hessen, Clemens Maurer, am Montag.

Mehrere Medien berichteten in den vergangenen Tagen über einen noch unveröffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofs, in dem es unter anderem um zusätzlich aufgestellte und speziell für Covid-19-Patient:innen freigehaltene Intensivbetten in deutschen Kliniken gehen soll. Das Bundesgesundheitsministerium hatte während der Pandemie Ausgleichspauschalen für Kliniken eingeführt, deren Intensivbetten vor allem durch die Behandlung von Corona-Patent:innen ausgelastet sind und die aufgrund dessen die Aufnahme anderer Patient:innen aussetzen oder verschieben müssen.

Laut eines Berichts des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Technischen Universität Berlin im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums wurden im Jahr 2020 rund 10,2 Milliarden Euro „für die Einnahmeausfälle der Krankenhäuser in Form von Ausgleichszahlungen ausgezahlt“. Medienberichten zufolge sollen die Kliniken weniger freie Intensivbetten gemeldet haben als tatsächlich vorhanden, um unter den erforderlichen Anteil von 25 Prozent an freien Intensivbetten zu kommen und die Ausgleichszahlungen zu erhalten. Die Auslastung der Intensivbetten war in den vergangenen Monaten zudem immer wieder ein Indikator für notwendige Maßnahmen oder mögliche Lockerungen in der Corona-Politik.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Klinikverbunds Hessen, Achim Neyer, bezeichnete den Vorwurf der Manipulation als „bösartige Polemik gegen die Kliniken“. Der Engpass habe zudem nicht an den Intensivbetten an sich, sondern vor allem beim vorhandenen Personal gelegen, das die freien Intensivplätze hätte betreuen können. „Natürlich können wir technisch wesentlich mehr Patienten beatmen, aber ohne das Personal, das diese Menschen versorgen und die Technik auch bedienen kann, nützt das nichts und das war auch nie ein Kriterium“, so Neyer. Die Behandlung von Intensivpatient:innen erfordere unter anderem eine mehrjährige Ausbildung und könne daher nicht von Klinikpersonal aus anderen Bereichen übernommen werden.

Den Vorwurf, die Kliniken hätten sich an den Ausgleichszahlungen bereichern wollen, weist der Klinikverbund Hessen zurück. Zu viel erhaltene Ausgleichszahlungen müssten am Jahresende von den Krankenhäusern zurückerstattet werden. Viele Mitgliedskliniken müssten zudem 2021 mit erheblichen Verlusten rechnen. Der Klinikverbund vermutet hinter den Manipulations-Vorwürfen daher einen ganz anderen Grund, „nämlich die pauschale Diskreditierung der Krankenhäuser, um Stimmung für Standortschließungen zu machen“. Krankenkassen und andere Interessentengruppen würden die Debatte um die Schließung von Krankenhäusern auch während der Pandemie immer weiter vorantreiben.
 
16. Juni 2021, 12.40 Uhr
loe
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Gesellschaft
Frankfurt rückt der Vermüllung der Stadt und der Grünflächen zu Leibe. Einen besonderen Fokus legt die neu gebildete Einheit der Stadtreinigung unter dem Namen #cleanffm Express auf Hotspots wie den Hafenpark. Investiert werden dafür zwei Millionen Euro jährlich.
Text: Margaux Adam / Foto: Bernd Kammerer
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
25. Juli 2021
Journal Kultur-Tipps
Kunst
  • White Wedding
    Liebieghaus Skulpturensammlung | 10.00 Uhr
  • Lee Miller
    Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim | 10.00 Uhr
  • Magnetic North
    Schirn Kunsthalle Frankfurt | 10.00 Uhr
Klassik / Oper/ Ballett
  • Fahrende Musiker in Rheinhessen
    Weingut Baron Knyphausen | 16.00 Uhr
  • Kammerphilharmonie Frankfurt
    Innenstadt | 16.00 Uhr
  • Bomsori Kim, Maximilian Hornung und Fabian Müller
    Schloss Johannisberg | 19.00 Uhr
Kunst
  • Der Palmengarten – Das Tor zur Welt der Pflanzen
    Palmengarten | 09.00 Uhr
  • Lee Miller
    Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim | 10.00 Uhr
  • Magnetic North
    Schirn Kunsthalle Frankfurt | 10.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Der Mieter oder das Geheimnis um Jack The Ripper
    Neue Bühne Darmstadt | 18.00 Uhr
  • Sky Du Mont und Christine Schütze
    Schlösschen Michelbach | 18.00 Uhr
  • Isch glaab dir brennt de Kittel
    Bürgerhaus Sprendlingen | 19.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Karo Lynn, Ansa Sauermann,Tiemo Hauer, Black Sea Dahu und Guacáyo
    Hafen 2 | 15.00 Uhr
  • Alex im Westerland
    Batschkapp | 19.30 Uhr
  • Brass Band Hessen
    Wasserburg | 12.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Karo Lynn, Ansa Sauermann,Tiemo Hauer, Black Sea Dahu und Guacáyo
    Hafen 2 | 15.00 Uhr
  • Kammerphilharmonie Frankfurt
    Innenstadt | 16.00 Uhr
  • Brass Band Hessen
    Wasserburg | 12.00 Uhr
Kinder
  • Moby Dick
    Theater Moller-Haus | 20.00 Uhr
  • Farbenpracht auf der Wiese und am Wegesrand – Augen auf für die Farben der Natur
    Bioversum Kranichstein | 14.00 Uhr
  • Himmel Blau, Frosch Grün, Zitronen Gelb
    Weltkulturen Museum | 15.00 Uhr