eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: Frankfurter Buchmesse/Marc Jacquemin
Foto: Frankfurter Buchmesse/Marc Jacquemin

Buchmesse

Weitere prominente Gäste sagen Auftritte ab

Nach der Absage von Autorin Jasmina Kuhnke haben nun weitere prominente Gäste angekündigt, in diesem Jahr nicht auf der Frankfurter Buchmesse auftreten zu wollen. Dabei üben sie harsche Kritik an den Verantwortlichen der Messe und ihrem Umgang mit rechtsextremen Verlagen.
Nach der Autorin Jasmina Kuhnke haben auch andere prominente Gäste ihre Auftritte auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse abgesagt. So erklärten am Mittwoch auch Schauspielerin Annabelle Mandeng, Tänzerin Nikeata Thompson, Entertainer Riccardo Simonetti und der Menschenrechtsaktivist Raul Krauthausen, nicht an der Buchmesse teilnehmen zu wollen. Darüber hinaus kritisierten sie die Verantwortlichen um Buchmesse-Geschäftsführer Juergen Boos scharf.

„Nachdem ich erfahren musste, dass rechtsradikale Verlage wissentlich wiederholt Raum gewährt wird und damit rassistische, lebensbedrohliche Verhaltensweisen wie gegenüber Jasmina Kuhnke geduldet werden, verzichte ich“, schrieb Annabelle Mandeng, die eigentlich am Samstag Gast auf dem „Blauen Sofa“ sein sollte, auf ihrem Instagram-Account. Bereits am Dienstag hatte Autorin Jasmina Kuhnke angekündigt, aus Angst um ihre eigene Sicherheit nicht auf der Buchmesse auftreten zu wollen. Auch der Rowohlt Verlag, unter dem Kuhnke ihren Debütroman veröffentlichte, äußerte sich zur Absage der Autorin: „An prominenter Stelle ist auf dieser Messe ein Verlag vertreten, dessen Leiter unter anderem öffentlich die ‚Abschiebung‘ von Jasmina Kuhnke gefordert hat“, schreibt der Verlag. „Die Meinungsfreiheit ist auch und gerade im Rahmen der Buchmesse ein Gut, das entschieden verteidigt werden muss. Doch dieses Recht stößt an seine Grenzen, wenn die Sicherheit und die Grundrechte anderer bedroht werden.“

Schon in der Vergangenheit hatten die Verantwortlichen der Buchmesse die Aufritte rechtsextremer Verlage immer wieder mit der Meinungsfreiheit begründet. Man bedauere, dass einzelne Autor:innen ihre Aufritte abgesagt hätten, erklärten die Verantwortlichen am Mittwoch. „Ihre Stimmen gegen Rassismus und ihr Eintreten für Diversität werden auf der Frankfurter Buchmesse fehlen.“ Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen der Buchmesse erneut, Meinungs- und Publikationsfreiheit stehe für sie an erster Stelle. Auch wenn man die Ansichten der Verlage nicht teile, obliege ihr Verbot den Gerichten, „und nicht einzelnen Akteur:innen wie der Frankfurter Buchmesse“.

Die Anwesenheit rechtsextremer Verlage auf der Buchmesse hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Diskussionen geführt; 2017 kam es am Stand des rechtsextremen Antaios-Verlags zu Tumulten zwischen linken und rechten Aktivist:innen, bei denen die Polizei eingreifen musste.
 
21. Oktober 2021, 13.09 Uhr
loe
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Gesellschaft
Trotz steigender Infektionszahlen soll das traditionelle Große Stadtgeläut in Frankfurt am Samstag von 16.30 bis 17 Uhr sowie an Heiligabend stattfinden. Kirchendezernent Bastian Bergerhoff will damit ein Zeichen der Hoffnung während der Pandemie setzen.
Text: mad / Foto: Harald Schröder
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
29. November 2021
Journal Kultur-Tipps
Kunst
  • Das Geldmuseum
    Geldmuseum der Deutschen Bundesbank | 09.00 Uhr
  • Exil. Erfahrung und Zeugnis
    Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek | 10.00 Uhr
  • Der Palmengarten – Das Tor zur Welt der Pflanzen
    Palmengarten | 09.00 Uhr
Klassik / Oper/ Ballett
  • 30 Minuten Orgelmusik
    St. Katharinenkirche | 16.30 Uhr
  • Staatsorchester Darmstadt
    Staatstheater Darmstadt | 20.00 Uhr
  • Adventssingen
    Hessisches Staatstheater Wiesbaden | 18.00 Uhr
Kinder
  • Die Bremer Stadtmusikanten
    Staatstheater Mainz | 15.00 Uhr
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
    Theater Rüsselsheim | 10.00 Uhr
  • Hexenwerk
    Theater Moller-Haus | 19.00 Uhr
Kinder
  • Die Bremer Stadtmusikanten
    Staatstheater Mainz | 15.00 Uhr
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
    Theater Rüsselsheim | 10.00 Uhr
  • Die Weihnachtsgans Auguste
    Theaterhaus | 10.00 Uhr
und sonst
  • Zoo Frankfurt
    Zoo Frankfurt | 09.00 Uhr
  • Opel-Zoo
    Opel-Zoo | 09.00 Uhr
  • Lost Places FFM - Die Führung hinter die Kulissen des alten Polizeipräsidiums
    Frankfurter Stadtevents | 16.00 Uhr
und sonst
  • Zoo Frankfurt
    Zoo Frankfurt | 09.00 Uhr
  • Opel-Zoo
    Opel-Zoo | 09.00 Uhr
  • Der Palmengarten – Das Tor zur Welt der Pflanzen
    Palmengarten | 09.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Dorothee Elmiger
    Romanfabrik | 20.00 Uhr
  • Monika Helfer und Michael Köhlmeier (abgesagt)
    Literaturhaus Frankfurt | 19.30 Uhr
  • Hexenwerk
    Theater Moller-Haus | 19.00 Uhr