Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Bahnhofsviertelmagazin
Startseite Alle NachrichtenBahnhofsviertelmagazin
Vom Kunstraum zum Zukunftslabor
 

Vom Kunstraum zum Zukunftslabor

0

Wo Zukünfte für das Bahnhofsviertel entwickelt werden

Foto: ms
Foto: ms
In der noch unfertigen neuen Kaiserpassage hat bereits der erste Raum eröffnet: Es ist das Zukunftslabor von Oskar Mahler. In der ehemaligen Galerie „Rote Treppe“ will der Künstler Anregungen, Ideen und Wünsche der Anwohner an die Politik tragen.
Es tut sich zurzeit ziemlich viel in der Kaiserpassage im Bahnhofsviertel. Die Modernisierung ist schon weit vorangeschritten, doch die Bauarbeiter sind immer noch damit beschäftigt, Kabel zu verlegen und Leuchten anzubringen. Zwischen fehlenden Fensterscheiben und halb verlegten Fließen gibt es aber bereits einen Raum, der am Mittwoch Eröffnung feierte: das Zukunftslabor.

Wo in der einstigen Galerie namens „Rote Treppe“ von Oskar Mahler Kunstwerke ausgestellt wurden, sollen in Zukunft nun Ideen und Wünsche der Bahnhofsviertel-Bewohner verwirklicht werden. Mahler ist nicht nur Künstler, sondern Stadtführer, Chronist des Bahnhofsviertels, Ehrenamtler bei der Bahnhofsmission und wurde von der FAZ auch zum Dorfbürgermeister des Bahnhofsviertels ernannt. Seit er 2005 in das Viertel gezogen ist, hat er dort viel bewegt und auch erreicht. Das Bahnhofsviertel ohne Mahler? Für die Bewohner unvorstellbar.

Im Zukunftslabor, welche immer noch die signifikante rote Treppe der ehemaligen Galerie beherbergt, will Mahler dem Namen alle Ehre machen und „Zukünfte für das Bahnhofsviertel entwickeln“. „Die Politik braucht Input“, so Mahler. „Sie braucht Bürger, die etwas sagen.“ Zwölf Mitarbeiter werden hier beschäftigt sein und sich den Anregungen, Ideen und Wünsche der Bewohner annehmen. Im Keller des Zukunftslabors soll ein Bahnhofsviertelarchiv entstehen, in der Studenten die Chronik des Viertels studieren können.

Bei der Eröffnung des neuen Raums in der Kaiserpassage war auch Planungsdezernent Mike Josef (SPD) anwesend. „Das Bahnhofsviertel hat sich positiv entwickelt und ist nun auch zu einem Wohnort geworden“, sagte Josef. „Erst das Bahnhofsviertel macht Frankfurt zu einer Metropole.“ Auch Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) schaute vorbei und bedankte sich bei Mahler, der immer gerne „der erste“ sei, so wie mit der Eröffnung in der unfertigen Kaiserpassage. Immerhin war Mahler auch der erste, der einen Bahnhofsviertelchor formierte.

Mit dem Zukunftslabor ist für Mahler jedoch lange noch nicht Schluss. Zu seinen eigenen Zukunftsvisionen, die er an der roten Treppe träumt, gehören die Ansiedlung von Bienen im Bahnhofsviertel und die Integration der African Community in der Gesellschaft. „Das Volk hat so viel zu bieten und wir möchten sie stärker kommunizieren“, sagt Mahler. Wie viel das Bahnhofsviertel zu bieten hat, zeigt er auch an einem „goldenen Schrein“, der im Zukunftslabor steht. Darin: ein Glas Marmelade. Doch es ist eine besondere Marmelade: „Die Brombeeren sind auf einem Balkon hier gewachsen“, erzählt der Künstler. „Das zeigt, dass im Bahnhofsviertel alles möglich ist.“
20. Dezember 2018
Martina Schumacher
 
Martina Schumacher
Jahrgang 1991, Studium der Germanistik an der Goethe-Universität, seit 2016 beim Journal Frankfurt – Mehr von Martina Schumacher >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Bahnhofsviertelmagazin
 
 
Problemstadtteil oder Szeneviertel? Das Bahnhofsviertel polarisiert. Im Gespräch erklärt Oliver Strank, Ortsvorsteher des Viertels, wie er die Entwicklungen der vergangenen Jahre beurteilt und warum der Frankfurter Weg in der Drogenpolitik der richtige ist. – Weiterlesen >>
Text: Martina Schumacher / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Hoteliers beklagen Zustände im Bahnhofsviertel
4
Robert Urseanu: „Wir müssen weg von dem Frankfurter Weg“
Hotelbetreiber und Gastronomen beklagen die miserablen Zustände im Bahnhofsviertel. Robert Urseanu, Betreiber des Manhattan Hotels, wirft der Stadt Frankfurt und dem Justizministerium eine zu laxe Drogenpolitik vor. Immer häufiger komme es zu Übergriffen gegen Gäste. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Journal Frankfurt
 
 
Die Gentrifizierung im Bahnhofsviertel schreitet weiter voran: nach 13 Jahren muss die Pilsstube Pfiff in der Kaiserstraße schließen. Im Januar 2019 soll in den Räumen eine japanische Nudelbar eröffnen. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: rom
 
 
 
Am Samstag den 10. November findet die 6. Tombola „Redlight meets Charity“ im Bahnhofsviertel statt. Zugunsten des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder“ werden hochwertige Preise verlost. – Weiterlesen >>
Text: kal / Foto: © nil
 
 
Obdachlosencafé in der Gutleutstraße
0
Teestube Jona weiht neue Räume ein
Lange kämpfte die Teestube Jona um ihr Weiterbestehen, mit den Hausbesitzern kam es am bisherigen Standort zu großen Schwierigkeiten. Das Obdachlosencafé befindet sich nun in der Gutleutstraße, wo vergangene Woche die neuen Räume eingeweiht wurden. – Weiterlesen >>
Text: Martina Schumacher / Foto: ms
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  13 
 
Bahnhofsviertelmagazin
Unser Stadtteil-Magazin erscheint regelmäßig als Print-Ausgabe – im Journal Frankfurt und im Viertel selbst. Hier lesen Sie aktuelle Neuigkeiten und mehr.