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Ausstellung von Ulrich Mattner im YokYok
 

Ausstellung von Ulrich Mattner im YokYok

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Was sich Drogenabhängige zu Weihnachten wünschen

Foto: Ulrich Mattner
Foto: Ulrich Mattner
Die Ausstellung „Lost Christmas“ wirbt um mehr Verständnis für Drogensüchtige als Schwerkranke. Der Fotograf Ulrich Mattner hat Weihnachtswünsche zusammengetragen. Ein Einblick.
Ulrich Mattner geht es mit seinem Projekt auch ein bisschen um Politik. Denn die Situation der Schwerabhängigen im Bahnhofsviertel empfindet er als untragbar. Er sagt: "Es kommt darauf an, Tabus wie die kostenlose Ausgabe von harten Drogen an Schwerstabhängige im Bahnhofsviertel oder die Zentralisierung der Szene in einem Gebäude zu diskutieren – statt der bisherigen Aufteilung auf drei Konsumräume." In Zürich sei es gelungen, die Drogenkranken von der Straße zu holen, "obwohl das Drogenproblem dort noch viel größer war." Ulrich Mattner machte Porträt von drogenkranken Menschen – und fragte sie nach ihren Weihnachtswünschen.

Im Zuge des Kunstprojekts erhalten im Viertel seit vielen Jahren bekannte Drogenabhängige wie Mike, Cora und Rolf erstmals öffentlich ein Gesicht. Der Fotograf Ulrich Mattner hat gemeinsam mit der ehemals drogenkranken Jennifer Blaine neun langjährige Drogensüchtige nach ihren Weihnachtswünschen gefragt und fotografiert. „Wichtig war es, sie nicht – wie meist in den Medien – krank oder auf Entzug abzulichten“, berichtet Mattner. „Wir haben sie als unsere Nachbarn fotografiert, so wie sie uns hier im Viertel oft begegnen.“ Jennifer Blaine gelang es, das Vertrauen der Drogenabhängigen zu gewinnen und sie für das Projekt zu begeistern. Die Plakate der Street-Gallery mit den Fotos und den Weihnachtswünschen gestalteten Fabian Parusel und Sebastian Buruiana der im Viertel ansässigen Agentur next PR."Ziel des Kunstprojekts ist es, den Drogenkranken eine Stimme zu geben", sagt Mattner.

Die Ausstellung "Lost Christmas - Weihnachtswünsche aus der Elbestraße" ist noch bis 1. Januar täglich von 12 bis 23 Uhr im YokYok zu sehen (Münchener Straße 32).


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Serban: "Ich wünsche mir mehr Hilfsangebote, um eine Wohnung und einen Job zu kriegen."



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Charles: "Ich wünsche mir, nicht verjagt zu werden."


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DC: "Ich wünsche mir einen Druckraum, der auch nachts geöffnet hat."


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Mike: "Ich wünsche mir eine legale Abgabe von sauberen Drogen an Schwerstabhängige."


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Milena: "Ich wünsche mir echte Hilfe. Ich will weg von der Straße."


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Patricia: "Ich wünsche mir mehr Zusammenhalt."
 
18. Dezember 2017
nil
 
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Fotogalerie:
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Leser-Kommentare

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H. T. am 19.12.2017, 11:31 Uhr:
Eine Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Drogen könnte Schwerstabhängigen helfen,Wege aus der Drogensucht aus eigener Kraft zu finden, wie Beispiele aus der Schweiz gezeigt haben. Junge Leute, die sich Drogen beschaffen wollen, müssten nicht mehr im kriminellen Milieu suchen, wo die Drogen meist gestreckt und/oder verunreinigt sind, und wo auch härtere Drogen beim gleichen Dealer angeboten werden - Coffee Shops wie in den Niederlande sind da eine bessere Alternative. Dem Einwand mancher Hardliner, die Drogenkonsumenten würden sich selbst kriminalisieren, könnte man mit dem Hinweis auf den mittlerweile abgeschafften §175 die Spitze nehmen. Frohe und liebevolle Festtage!
 
 
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