Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Aufruf Haltung statt Populismus
 
Aufruf Haltung statt Populismus
2
Grüne Urgesteine rufen zur Wahl gegen "Dumpfheit und Populismus" auf
Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Die Liste der Unterzeichner eines Aufrufs gegen Populismus kann sich sehen lassen: Jutta Ebeling, Tom Koenigs, Dany Cohn-Bendit, Joschka Fischer und viele weitere rufen zur Kommunalwahl am 6. März auf.
Am 6. März sind die Bürger gefragt. Bisher war die Beteiligung bei Kommunalwahlen öfter mal ziemlich niedrig. Dabei ist Wählen jetzt wichtiger denn je, denn zahlreiche rechtspopulistische Parteien drängen an die Macht und das könnte man mit der Stimmabgabe verhindern. Mit der Aktion "Haltung statt Populismus" hat das Bündnis90/ Die Grünen Frankfurt einen Aufruf gestartet, unbedingt wählen zu gehen und dafür prominente Fürsprecher gewonnen: Tom Koenigs, Jutta Ebeling, Mischka Poppp, Dany Cohn-Bendit und Joschka Fischer.

"Auch wir haben manchmal den Eindruck, dass der Boden schwankt", heißt es in einer Erklärung. Angesichts Millionen Flüchtlingen, die nach Europa fliehen würden, das sich wiederum über die Aufnahme nicht einigen könne, sei Nationalismus in Europa salonfähig geworden. Die Deutsche Gesellschaft zeige sich hingegen so menschenfreundlich und international wie nie zu vor. "Wir zählen uns zu denen, die dafür gekämpft haben und sehen uns stärker denn je in der Pflicht, diese emanzipativen Errungenschaften jetzt zu verteidigen. Es gilt, Haltung zu zeigen."

Denn Rechtspopulisten in ganz Europa belebten das wieder, was man überwunden glaubte: nationalstaatliche Egoismen und Ressentiments über Ländergrenzen, die zu zwei zerstörerischen Kriegen geführt hätten. "Sie bedrohen den inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Und maßgebliche Teile in der schwarz-roten Bundesregierung wetteifern darin, aus Furcht vor den Populisten, die von uns erstrittenen Grundwerte dieser Gesellschaft über Bord zu werfen." Dabei stärke man die Demagogen, wenn man aus Angst oder auch Wahltaktik dem Ressentiment nach dem Mund rede.

Das Bündnis begrüßt, dass hunderttausende Freiwillige bei der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge helfe. "Zugleich wissen wir: Wer nach Deutschland einwandert, wandert in eine Geschichte ein, zu der Nationalsozialismus und Shoa gehören. Und er wandert in ein Land ein, das sich nach Kräften bemüht, ein ziviles, demokratisches, freiheitliches Gemeinwesen zu sein, in dem Gleichberechtigung der Geschlechter und der sexuellen Orientierung herrscht, in dem Religion und Staat getrennt und verschiedene Glaubensformen ebenso wie der Verzicht auf religiöse Lebensdeutung ihren Platz haben. Wer ein anderes Land sucht, wird es hier nicht finden." Für diese Haltung habe man gestritten und diese werde man auch mit den neu im Land lebenden Nachbarn erstreiten. Die Teilnehmer der Aktion sprechen sich in ihrer Erklärung für eine klare Haltung und "gegen Populismus und dumpfe Vereinfachung aus."

Gerade europäische Städte spielten eine maßgebliche Rolle für die politische Kultur, sie entschieden mit darüber, ob Integration gelinge. "Frankfurt hat diese Aufgabe trotz der Größe bisher professionell bewältigt. In Frankfurt wurden globale und europäische Fragen immer als Fragen an die Stadtgesellschaft gestellt. Gesellschaftliche Vernunft braucht öffentliche Erörterung. Wenn sie in Universitäten, Parteien oder Behörden eingemauert wird, verkümmert sie."

Darum gelte es am 6. März zu wählen, ein Zeichen gegen Dumpfheit und Populismus zu setzen und darüber hinaus langfristig den gesellschaftlichen Diskurs weiterzuführen.
1. März 2016
nb
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Thomas Schüller am 1.3.2016, 18:38 Uhr:
Ich werde 100%ig nicht mehr die Grünen wählen (wähle die seit Jahren nicht mehr) - wozu auch? Grüne, die mit der Agenda 2010, ihrer Zustimmung zu Militäreinsätzen und in schwacher Opposition zu der katastrophalen und unsozialen Politik von Merkel, Bouffier & Co neuem Elend und damit einem neuen Faschismus zuarbeiten gehören abgewählt. Grüne, die mit ihrer gegenüber dem Kapitlalsmus opportunen Schrottpolitik á la Fischer, Cunitz, Ebeling, al-Wazir und anderen.erst die AfD für Mililonen Menschen attraktiv machen. Jede Stimme für die Grünen verlängert unnötig das soziale Elend in Deutschland. Am 06.03.2016 abends läuft hoffentlich im Vorprogramm der Film "Grüne allein zu Hause", ich freu mich drauf, :-)
 
Nix Nullinger am 1.3.2016, 14:01 Uhr:
Die Grünen haben eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Ausgerechnet die ehemaligen Ökopaxe sind heute die größten Umweltvernichter (Windräder, Maiswüsten) und Kriegshetzer (Russland/Ukraine, Syrien). Dass sie sich nun allerdings auch noch als die größten Unterstützer der Islamisierung Deutschlands und Europas hervortun, ist nur noch als schizophren zu bezeichnen, da sie damit eine Entwicklung forcieren, unter denen gerade ihre eigenen Ideale wie eine offene, tolerante, gewaltlose und aufgeklärte Gesellschaft am stärksten zu leiden haben wird.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Urteil im Prozess um Blockupy-Proteste
0
Bewährungsstrafe für Aktivisten
Mehr als ein Jahr ist vergangen seit dem Blockupy-Proteste in Frankfurt für Aufsehen sorgten. Einem der Aktivisten wurde nun eine Bewährungsstrafe auferlegt, weitere Prozesse gegen Teilnehmer sollen folgen. – Weiterlesen >>
Text: jdk / Foto: Lukas Gedziorowski
 
 
Der Brexit ist Realität. Wie geht es weiter? Finanzexperte Jan Pieter Krahnen sieht ein unheilvolles Zeichen für die EU. Für Frankfurt prognostizieren Kämmerer Uwe Becker und OB Peter Feldmann (SPD) eine positive Zukunft. – Weiterlesen >>
Text: wch / Foto: Goethe-Universität
 
 
Abenteuerspielplatz Günthersburg ist bedroht
2
Nicht bauen, spielen!
Reiner Falk kämpft leidenschaftlich für den Erhalt seines Abenteuerspielplatzes Günthersburg. Mit dem JOURNAL FRANKFURT sprach er über seine Sorge um sein Lebenswerk. – Weiterlesen >>
Text: Aufgezeichnet von Andreas Dosch / Foto: Harald Schröder
 
 
 
Ausstieg dreier Moscheen aus Bundesprojekt
0
Integrationsdezernentin warnt vor Stigmatisierung
Drei Frankfurter Moscheegemeinden sind aus einem Bundesprojekt ausgestiegen, das Radikalisierung von Jugendlichen verhindern soll. Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg warnt nun vor Stigmatisierung. – Weiterlesen >>
Text: Christina Weber / Foto: Harald Schröder
 
 
Die Grünen müssen das Integrationsdezernat abgeben, es wird ins Bildungsdezernat integriert - obwohl die Partei lange für die Eigenständigkeit gekämpft hat. Was sagt Frankfurts erster Integrationsdezernent Dany Cohn-Bendit dazu? – Weiterlesen >>
Text: wch / Foto: Harald Schröder
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  147 
 
 

Twitter Activity